Hafenpläne: Stadt baut auf ihre Elb-Traditionen

Freitag, 23. Januar 2009, 11:27 Uhr

Hafenpläne: Stadt baut auf ihre Elb-Traditionen

Millionen-Investition in den Ausbau der Infrastuktur

volksstimme.digital, 19.01.2009  Von Peter Ließmann

Wissenschaftshafen, Hansehafen, Rothensee, Eulenberg – die Stadt Magdeburg will in diesem Jahr weitere Weichen für die wirtschaftliche Entwicklung stellen. Wichtigstes Ziel dabei: Arbeitsplätze schaffen und sichern, so OB Lutz Trümper in seinem Ausblick auf das Jahr 2009.

Magdeburg. Wenn die Stadt Magdeburg zurzeit Geld ausgibt, also investiert, hat, so OB Lutz Trümper, die Arbeitsplatzbeschaffung, auf jeden Fall aber in Anbetracht der bevorstehenden Wirtschaftskrise die Arbeitsplatzerhaltung, oberste Priorität. Was im investiven Bereich der Stadt 2009 dazu passieren soll, hat der OB auf seiner Pressekonferenz zum Jahresauftakt vorgestellt.

Im gemeinsamen Gewerbegebiet mit der Gemeinde Sülzetal entstünden zurzeit eine Produktionsanlage für Solarmodule und ein Flachglaswerk. Das bringe rund 300 Arbeitsplätze für die Region, so Trümper. Fortgesetzt werde in diesem Jahr der Ausbau des Hansehafens. Hier werden ab kommendem März bis 2011 mehr als 4,6 Millionen Euro investiert. Ziel sei es, die Anbindung an die Autobahn für Schwerlasttransporte zu ertüchtigen und den Glindenberger Weg auszubauen. " Außerdem stehen mehrere Unternehmen in den Startlöchern, um im Hansehafen zu investieren ", so Trümper. Darum sei die Entscheidung, diesen Hafen für die Ansiedlung von Unternehmen auszubauen, richtig gewesen.

Daneben werde die Erschließung des Industrie- und Logistikzentrums in Rothensee fortgesetzt. Dort würden mehr als 8,7 Millionen Euro in die Verkehrsinfrastruktur investiert. Und in diesem Jahr werde außerdem die Erschließung des Eulenbergs als Gewerbegebiet weiter fortgesetzt.

Im Wissenschaftshafen baue die Firma GETEC derzeit ein neues Bürozentrum und werde verschiedene Unternehmensteile nach Magdeburg holen.

Darüber hinaus habe Magdeburg im Vorjahr die Federführung im EU-Projekt " REDIS " ("Restructuring districts into Science Quarters") übernommen. Insgesamt 710 000 Euro stelle die EU in den nächsten Jahren für die Umstrukturierung von Stadtteilen zu Wissenschaftsquartieren bereit. Dieses Städtenetzwerkprogramm beschäftige sich mit der Umgestaltung von Stadtteilen in Wissenschaftsquartiere. Magdeburg und Halle aus Sachsen-Anhalt sind die einzigen deutschen Wissenschaftsstädte, die die Bundesrepublik in diesem Europanetzwerk vertreten.  

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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