Haldensleben: Hafen-Ausbau als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit

Sonntag, 05. Juli 2009, 21:56 Uhr

Haldensleben: Hafen-Ausbau als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit

europaticker: Tiefensee und Haseloff bei erstem Rammschlag zum Ausbau des Hafens

Im Beisein von Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und Dr. Reiner Haseloff, Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, ist heute in Haldensleben (Landkreis Börde) ein symbolischer erster Rammschlag zum Ausbau des am Mittellandkanal gelegenen Sondergebietes Südhafen vorgenommen worden. Dieses Bauvorhaben ist Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17, das den Ausbau der 280 km langen West-Ost-Wasserstraßenverbindung vom Raum Hannover bis Berlin vorsieht. Die Infrastrukturmaßnahme, durch die weitere Ansiedlungsflächen zugänglich gemacht werden sollen, umfasst ein Investitionsvolumen von 7,4 Mio. Euro. Die beantragte Förderung über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GA) beläuft sich auf 5,2 Mio. Euro.

Haseloff sagte: „Der Binnenschifffahrt kommt eine Schlüsselrolle im Logistikkonzept des Landes zu. Sachsen-Anhalt ist das ostdeutsche Binnenschifffahrtsland Nummer eins. Fast 50 Prozent der in den neuen Bundesländern im Rahmen der Binnenschifffahrt umgeschlagenen Güter entfallen auf unser Land. Auch wenn die derzeitige Finanzmarktkrise das Transportaufkommen weltweit zurückgehen lässt, ist eines ganz klar: Die fortschreitende Vernetzung von Unternehmen mit Märkten wird die Logistikbranche mittelfristig wieder überproportional wachsen lassen.“ Da etwa ein Viertel des gesamten Umschlags in der Binnenschifffahrt Sachsen-Anhalts in Haldensleben abgewickelt wird, komme dem Hafenplatz eine ganz besondere Bedeutung zu, so der Minister weiter. 

Der Haldenslebener Hafen gehört mit seiner modernen, leistungsfähigen Umschlagtechnik und seiner Vielfalt an Umschlagtechniken neben Magdeburg, Aken, Dessau-Roßlau und Halle zu den fünf landesbedeutsamen Häfen in Sachsen-Anhalt und ist von europäischem Rang. Die günstige Lage nahe dem Schnittpunkt von Elbe und Mittellandkanal und die Nähe zu den großen Kalivorkommen und zu einer landwirtschaftlich hochproduktiven Region bilden das Fundament für die positive Entwicklung.

Die positive Entwicklung der Binnenschifffahrt in Sachsen-Anhalt lässt sich an den folgenden aktuell verfügbaren Zahlen ablesen: Nach dem wendebedingten Rückgang im Jahr 1991 auf 2,7 Mio. Tonnen ist der Güterumschlag in den Häfen und an den Verladestellen des Landes kontinuierlich gestiegen. Mit rund 7,9 Mio. Tonnen wurde dieser Positivtrend auch im vergangenen Jahr fortgesetzt – im Vergleich zu 2002 bedeutet dies einen Zuwachs von fast einem Drittel.

Quelle/Autor: Europaticker erschienen am: 2009-07-05

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