Hamburg empfängt Containerriesen „Marit Maersk“

Dienstag, 17. Februar 2009, 07:12 Uhr

Hamburg empfängt Containerriesen „Marit Maersk“

Verkehrsrundschau 16.02.2009

Hamburg. Feuertaufe bestanden. So ließe sich der erste – und auf absehbare Zeit auch einzige – Besuch des dänischen Containerfrachters „Marit Maersk'“ in Hamburg beschreiben. Mit rund 370 Metern Länge und knapp 43 Metern Breite war es das bislang längste Containerschiff, dass den Elbe-Hafen ansteuerte.

Es erreichte am Sonntagabend den Containerterminal von Eurogate, um über Nacht zu be- und entladen. Am frühen Montagmorgen hieß es dann wieder: „Alle Leinen los und ein.“ Die Ankunft des Schiffsriesen, der allerdings – nach offiziellen Zahlen - „nur“ gut 8000 TEU aufnimmt, verlangte nach einer intensiven Vorplanung. So wurde der Anlauf am Simulator von den Hamburger Hafenlotsen und dem nautischen Fachpersonal der Hamburg Port Authority ( HPA) vorbereitet.

Dass sich diese Arbeit gelohnt hatte, zeigte sich am Montagmorgen beim Ablegen. „Pottendicker Nebel“, so die zutreffende Umschreibung des morgigen Wetterzustandes durch Hafenkapitän Jörg Pollmann, machte das Ablegemanöver und das vorsichtige Einfädeln – über das Heck, also in „Rückwärtsfahrt“ – in den Elbe-Strom zu einem echten Nervenkitzel. Zeitweise war der Neben so stark, das die Sicht bei unter 150 Metern lag. Doch das Manöver klappte wie am Schnürchen, auch dank einer exzellenten, radargestützten Beratung des Marit Maersk-Kapitäns und des Lotsen. Für „alle Fälle“ hatte sich für das Ablegemanöver sogar Hafenkapitän Jörg Pollmann auf den dänischen Riesen eingeschifft.

Pollmann, seit 1994 Hafenkapitän, konnte wenige Stunden nach dem erfolgreichen Ablegen der Marit Maersk die neue Nautische Notzentrale der HPA im Beisein von Hafen- und Wirtschaftsenator Axel Gedaschko (CDU) einweihen. HPA-Geschäftsführer Jens Meier freute sich: „Mit der Inbetriebnahme der Nautischen Notzentrale wird die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs im Hamburger Hafen weiter erhöht.“ Rund zwei Millionen Euro steckte die HPA in die Einrichtung, die dann genutzt wird, wenn die eigentliche Nautische Zentrale einmal ausfallen sollte. Jährlich finden im Hamburger Hafen rund 40.000 Schiffsbewegungen statt. Hafenkapitän Jörg Pollmann ist sicher: „Wir können alle Schiffsgrößen im Hamburger Hafen abfertigen.“ (eha) 

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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