Handlungsempfehlungen des Elbschifffahrtstages 2006

Samstag, 21. Oktober 2006, 09:17 Uhr

Handlungsempfehlungen des Elbschifffahrtstages 2006

Abstimmungsprozeduren bei Instandhaltungsmaßnahmen vereinfachen und
beschleunigen.

Dies kann z.B. durch geänderte Abgrenzung der Schadensklassen
erfolgen, die bei vergleichsweise geringfügigen Instandhaltungsmaßnahmen dennAbstimmungsaufwand reduzieren.

Schaffung einer Plattform für die binnenschifffahrtsaffine Wirtschaft imElbstromgebiet.

Dies sollte im Sinne einer Vernetzung der bestehenden lokalen bzw.
regionalen Initiativen erfolgen (z.B. VFE, VHdS und SHV). Diese Plattform sollte imgeplanten Fachbeirat der Wirtschaft zum Masterplan Güterverkehr und Logistik vertretensein und eine enge Abstimmung mit dem „Forum Binnenschifffahrt und Logistik“ vorsehen.

Stärkere Einbindung der Binnenschifffahrt in die Entwicklungsplanung des
Hamburger Hafens mit dem Ziel der Stärkung des maritimen Standorts Deutschland.

Vorrang sollte die detaillierte Prüfung der auf der Mittelelbe vorhandenen Kapazitätsreservenim Containerverkehr haben, da sich die Hinterlandverbindungen in diesem Marktsegment künftig noch stärker als Merkmal im Standortwettbewerb der Seehäfen ausprägen werden.
Daher wird es künftig umso wichtiger, vorhandene Kapazitäts- bzw. Entwicklungspotenzialeund somit die Binnenschifffahrt - gleichwertig neben Schiene und Straße – optimal zu
nutzen.

Liniendienste auch für konventionelle Binnenschiffsladungen einrichten, um auch beiNiedrigwasserständen verlässliche Transporte anbieten zu können.

Hierfür bedarf esgemeinsamer Anstrengungen der Verlader, Binnenhäfen und Schifffahrtsunternehmen. DieErfahrungen, die bei Liniendiensten im Container- sowie Großraum- und Schwerguttransportgewonnen wurden, sollten hierfür genutzt werden. Die Umsetzung könnte z.B. in einem
Pilotvorhaben umgesetzt werden, das durch Fördermittel tangiert wird.

Planfeststellungsverfahren für Streichlinienkorrektur im Bereich der Erosionsstrecke zwischen Coswig und Mühlberg eröffnen.

Nur nach der in diesem Genehmigungsverfahren enthaltenen Umweltverträglichkeitsuntersuchung können die Auswirkungen des
Bauvorhabens auf die Umwelt sicher beurteilt und ggf. erforderliche Ausgleichsmaßnahmengeplant werden.

Planfeststellungsverfahren Stadtstrecke Magdeburg mit dem Ziel einer objektiven undergebnisoffenen Prüfung wiederaufnehmen.

Sollte dieses Verfahren zu dem Ergebnis kommen, dass die Strombaumaßnahmen an der Stadtstrecke vertretbar sind, sollte diese
Maßnahme realisiert werden, um den bereits nachgewiesenen wirtschaftlichen Nutzen in derPraxis tatsächlich realisieren zu können.

Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Fertigstellung der
Buhnenverlängerung zwischen Dömitz und Hitzacker.

Nur mit Fertigstellung dieserStrecke kann die Wirksamkeit des Gesamtsystems der Niedrigwasserregulierung auf derElbe im vollen Umfang erreicht werden kann.
Die neu abzustimmenden und zu beschließenden Maßnahmen sollten in einen
ganzheitlichen Entwicklungsplan Elbe einfließen, der alle gesellschaftlichen –insbesonderewirtschaftliche und ökologische – Belange hinreichend berücksichtigt und die Elbe als naturnahe und von der Sache her potenziell leistungsfähige europäische Wasserstraße
nachhaltig sichert. 

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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