Handlungsempfehlungen des Elbschifffahrtstages in Risa

Mittwoch, 20. September 2006, 11:08 Uhr

Handlungsempfehlungen des Elbschifffahrtstages in Risa

Abstimmungsprozeduren bei Instandhaltungsmaßnahmen vereinfachen und
beschleunigen.

Dies kann z.B. durch geänderte Abgrenzung der Schadensklassen erfolgen, die bei vergleichsweise geringfügigen Instandhaltungsmaßnahmen den
Abstimmungsaufwand reduzieren.

Schaffung einer Plattform für die binnenschifffahrtsaffine Wirtschaft im
Elbstromgebiet.


Dies sollte im Sinne einer Vernetzung der bestehenden lokalen bzw.
regionalen Initiativen erfolgen (z.B. VFE, VHdS und SHV). Diese Plattform sollte im geplanten Fachbeirat der Wirtschaft zum Masterplan Güterverkehr und Logistik vertreten sein und eine enge Abstimmung mit dem „Forum Binnenschifffahrt und Logistik“ vorsehen.

Stärkere Einbindung der Binnenschifffahrt in die Entwicklungsplanung des
Hamburger Hafens mit dem Ziel der Stärkung des maritimen Standorts Deutschland.

Vorrang sollte die detaillierte Prüfung der auf der Mittelelbe vorhandenen Kapazitätsreserven im Containerverkehr haben, da sich die Hinterlandverbindungen in diesem Marktsegment künftig noch stärker als Merkmal im Standortwettbewerb der Seehäfen ausprägen werden.
Daher wird es künftig umso wichtiger, vorhandene Kapazitäts- bzw. Entwicklungspotenziale und somit die Binnenschifffahrt - gleichwertig neben Schiene und Straße – optimal zu nutzen.

Liniendienste auch für konventionelle Binnenschiffsladungen einrichten, um auch bei Niedrigwasserständen verlässliche Transporte anbieten zu können.

Hierfür bedarf es gemeinsamer Anstrengungen der Verlader, Binnenhäfen und Schifffahrtsunternehmen. Die Erfahrungen, die bei Liniendiensten im Container- sowie Großraum- und Schwerguttransport gewonnen wurden, sollten hierfür genutzt werden. Die Umsetzung könnte z.B. in einem
Pilotvorhaben umgesetzt werden, das durch Fördermittel tangiert wird.

Planfeststellungsverfahren für Streichlinienkorrektur im Bereich der Erosionsstrecke zwischen Coswig und Mühlberg eröffnen.

Nur nach der in diesem Genehmigungsverfahren enthaltenen Umweltverträglichkeitsuntersuchung können die Auswirkungen des
Bauvorhabens auf die Umwelt sicher beurteilt und ggf. erforderliche Ausgleichsmaßnahmen geplant werden.

Planfeststellungsverfahren Stadtstrecke Magdeburg mit dem Ziel einer objektiven und ergebnisoffenen Prüfung wiederaufnehmen.


Sollte dieses Verfahren zu dem Ergebnis kommen, dass die Strombaumaßnahmen an der Stadtstrecke vertretbar sind, sollte diese
Maßnahme realisiert werden, um den bereits nachgewiesenen wirtschaftlichen Nutzen in der Praxis tatsächlich realisieren zu können.

Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Fertigstellung der
Buhnenverlängerung zwischen Dömitz und Hitzacker.

Nur mit Fertigstellung dieser Strecke kann die Wirksamkeit des Gesamtsystems der Niedrigwasserregulierung auf der Elbe im vollen Umfang erreicht werden kann. Die neu abzustimmenden und zu beschließenden Maßnahmen sollten in einen ganzheitlichen Entwicklungsplan Elbe einfließen, der alle gesellschaftlichen – insbesondere wirtschaftliche und ökologische – Belange hinreichend berücksichtigt und die Elbe als naturnahe und von der Sache her potenziell leistungsfähige europäische Wasserstraße
nachhaltig sichert.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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