Heimische Firmen fordern Fertigstellung des Saaleausbaus

Dienstag, 20. März 2007, 07:20 Uhr

Heimische Firmen fordern Fertigstellung des Saaleausbaus

MS „Poseidon“ liefert 800 Tonnen Hüttensand SuperSonntag Bernburg18.03.2007

Schwenk Zement ließ sich Rohstoff über Saaleweg anliefern.

Nienburg (red). Die Klimastudie der UNO lässt weltweit aufhorchen und hat das Thema CO2-Emmission verstärkt auf die Tagesordnung gehoben. Insofern kam die probeweise Nutzung der Saale als Transportweg für Massengüter genau zur rechten Zeit. Die Bernburger Firma Schwenk-Zement ließ sich mit der MS „Poseidon“ 800 Tonnen granulierte Schlacke, sogenannten Hüttensand, aus Salzgitter per Schiff anliefern. Das bedeutet mal eben 32 LKW-Fahrten weniger, die sonst für die gleiche Menge nötig gewesen wären. Wieviel Brummis Jahr für Jahr allein für Schwenk-Zement von der Straße könnten, machen die Produktionszahlen und die benötigten Rohstoffmengen deutlich. 300.000 Tonnen Hüttensand benötigt das Werk jährlich. Das Granulat wird als Zusatzstoff für die Zementherstellung benötigt. Jahr für Jahr produziert Schwenk-Zement zirka 300.000 Tonnen Klinker, die auch per Schiff abtransportiert werden könnten. Hüttensand auf dem Hinweg, Klinker auf dem Rückweg. Eine ideale Kombination wäre das, schätzt Werkleiter Uwe Müller ein. Zur Zeit ist die Saale aber kein zuverlässiger Transportweg. Zwischen Calbe und Groß Roseburg ist die Wassertiefe meistens zu gering, um Schiffe entsprechender Größe nutzen zu können. 1.000 Tonnen müssten die Kähne laden können, um den Transportweg rentabel zu gestalten.

Nicht mehr länger warten!

Beim Ausbau des letzten Stückes der Saale wurde schon viel Zeit verloren, beklagt Uwe Müller. „Wenn wir jetzt noch länger warten, ist der letzte Schiffer in Rente und hat seinen Kahn verkauft!“, sagt er sarkastisch. Er hofft, dass das zur Zeit laufende Raumordnungsverfahren zügig bearbeitet wird und die heimischen Saaleanlieger bis zum Jahr 2015 an das europäische Wasserstraßennetz angebunden sind. Auch das Steinsalzwerk (esco) und Solvay hoffen, die Saale bald nutzen zu können. Zehntausende LKW würden so Jahr für Jahr von der Straße verschwinden. Damit einhergehen würde eine enorme Reduzierung der CO2-Emissionen in der Region.

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