Hoffnung ruht auf Schwarz-Gelb

Samstag, 17. Oktober 2009, 17:56 Uhr

Hoffnung ruht auf Schwarz-Gelb

Landesverkehrsminister und Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt in der Werft Mukrena

mz-web.de, 15.10.09, VON PAUL SPENGLER

ALSLEBEN/MUKRENA/MZ. Die Regierungskoalition auf Bundesebene zwischen CDU und FDP weckt beim Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) die Hoffnung, dass im nächsten Jahr der Ausbau der Saale zwischen Calbe und Elbmündung einen wichtigen Schritt vorankommen wird.

Bei einem gemeinsamen Treffen mit Landesverkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) auf der Werft in Mukrena wurde am Mittwoch die gemeinsame Erwartung formuliert, dass 2010 mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen werden kann. Vor einem Jahr wurde das Raumordnungsverfahren mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen.

"Mit Schwarz-Gelb wird das schneller vonstatten gehen", erklärte VHdS-Präsident Manfred Sprinzek. Zu dem Treffen waren mit Thomas Müller (Solvay), Markus Cieslik (esco) und Marian Haft (Emissionsbeauftragter der Firma Schwenk-Zement) auch Vertreter der Bernburger Großbetriebe eingeladen. Diese würden von dem 7,5 Kilometer langen Schleusenkanal Tornitz neben Betrieben im Großraum Halle den größten Nutzen von dem geplanten Schleusenkanal bei Tornitz ziehen.

Der Verband zur Hebung der Saaleschifffahrt geht von einer Jahresleistung von 2,2 Millionen Tonnen aus, mit denen Transporte von Straße oder Schiene wirtschaftlich sinnvoll auf das Wasser verlagert werden könnten. Ein möglicher Nutznießer wäre beispielsweise das neue Heizkraftwerk in Bernburg. Wie der Bernburger Solvay-Chef Thomas Müller erklärte, könnte täglich die Fracht von 140 Lkw mit Ersatzbrennstoffen über die Wasserstraße ersetzt werden.

VHdS-Präsident Sprinzek hatte die Werft Mukrena für diesen Termin gezielt ausgesucht. "Wir wollen vor allem dokumentieren, dass auch die mittelständische Wirtschaft vom fehlenden Ausbau betroffen ist", sagte Sprinzek. Werftbetreiber Bernd Fischer erläuterte, dass er sich an vielen Ausschreibungen gar nicht beteiligen kann, weil durch den unsicheren Wasserstand der Saale nicht klar ist, ob er Lieferfristen am Ende auch einhalten kann. "Da kann ich mich nicht auf das Glatteis wagen", sagte Fischer angesichts drohender Vertragsstrafen. In dem Betrieb sind zwölf Mitarbeiter und drei Lehrlinge beschäftigt.

Marian Haft von Schwenk-Zement berichtete, dass vor kurzem ein Versuch gescheitert sei, 800 Tonnen Hüttensand, der als Zementzuschlagstoff gebraucht wird, von Salzgitter aus über die Saale zu verschiffen. Das Schiff sei am Trabitzer Felsen hängen geblieben.

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