Investor plant Lofts und Boots-Anleger an der Saline

Samstag, 05. Dezember 2009, 08:02 Uhr

Investor plant Lofts und Boots-Anleger an der Saline

Ein Privatunternehmen will das Gebiet am Sophienhafen aus dem Dornröschenschlaf holen

mz-web.de,  29.11.09, VON JAN MÖBIUS

HALLE/MZ. An der Saline-Halbinsel in Halle soll ein regelrechtes Szeneviertel entstehen. Ein privater Investor arbeitet an Plänen, mit denen das Gelände rund um den Sophienhafen und den denkmalgeschützten Speicher an der Hafenstraße gegenüber dem ehemaligen Karstadt-Warenhaus komplett umgestaltet werden könnte. So sollen unter anderem Lofts für Designer, Handwerker, Musiker oder aber auch für Maler entstehen. Im historischen Speicher sind auch Ateliers und Studios geplant.

80 Boote sollen Platz finden

Das Bauunternehmen "Horn" mit Hauptsitz in Kaiserslautern und einer Niederlassung in Karlsruhe hat einiges auf dem bislang verlassenen Areal vor. So soll die Speicher-Ruine vollständig saniert werden. Im benachbarten Sophienhafen sind Liegeflächen für bis zu 80 Boote geplant. Auch zwei Neubauten sind auf dem Areal vorgesehen: Zum einen ein Seniorenhaus mit betreutem Wohnen und Pflegeplätzen. Zum anderen wollen die privaten Investoren ein sechsgeschossiges Wohnhaus bauen. Insgesamt wird es 115 Wohnungen geben. Alles in allem sollen 21 500 Quadratmeter Wohnfläche entstehen.

Auch die alte Hafenmeisterei soll in neuen Glanz erstrahlen. Für die Anwohner ist zudem eine Tiefgarage geplant. Allerdings ist dieses Projekt noch nicht in trockenen Tüchern: Denn für die Garage müssen wegen der Hochwassergefahr, die von der Saale ausgeht, spezielle Lösungen gefunden werden, heißt es.

Ideen gab es in den vergangenen Jahren für das verlassene Areal an der Hafenstraße schon viele. Jedoch konnten die meisten von ihnen wegen der finanziellen Schieflage der Stadt nicht umgesetzt werden. So schritt der Verfall der Anlagen immer weiter voran. Grünes Licht hat das Projekt unterdessen bereits vom Stadtrat erhalten. Zur höhe der Bausumme für das ehrgeizige Vorhaben macht der Investor aber noch keine Angaben. Wie es heißt, soll aber auf öffentliche Zuschüsse verzichtet werden.

Fünf Architekturbüros beauftragt

Mit der Gestaltung der Gebäude, die das Areal nach der Fertigstellung deutlich prägen sollen, wurden gleich fünf Architekturbüros beauftragt, die inzwischen verschiedene Varianten erarbeitet haben. Ein von ihnen ist auf dem Foto unten dargestellt. Zu erkennen ist dort auch der alte Hafenspeicher (rechts im Bild). Zudem befassen sich Landschaftsarchitekten mit der späteren Gestaltung des Freigeländes. Schwerpunkte sind dabei vor allem die Promenade am Hafenbecken, die Zugänge zum Wasser sowie die Plätze und Straßen.

Ende des Jahres 1857 wurde mit dem Sophienhafen ein Winterhafen für 30 Kähne eröffnet. Er ist durch die Einweihung der Hafenbahn 1895 an das Eisenbahnnetz angebunden worden und entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Umschlagplätze Mitteldeutschlands. Als der Hafen zu klein wurde, beschloss die Stadt 1923 im Norden Halles einen neuen zu bauen. Diese Anlagen wurden 1928 in Betrieb genommen.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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