"Jetzt ist es Zeit, zu Handeln!"

Mittwoch, 27. September 2006, 13:48 Uhr

"Jetzt ist es Zeit, zu Handeln!"

ELBSCHIFFFAHRTSTAG 2006 IN RIESA: „Jetzt ist es Zeit, zu handeln!“
aus: DER OBERELBE H A F E N B R I E F

Mitteilungen des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e.V. Nr. 34 (3/2006)

Unter dem Leitthema „Das Elbstromgebiet – eine starke Region im Herzen Europas“ verdeutlichten namhafte Repräsentanten von Wirtschaft, Logistik und Tourismus zum diesjährigen Elbschifffahrtstag am 8. September 2006 in Riesa an der sächsischen Oberelbe, dass weiteres de facto Nichtstun zur Erhöhung der ganzjährigen Leistungsfähigkeit der internationalen Wasserstraße Elbe/Labe zu erheblichen und nachhaltig wirkenden Standortnachteilen besonders für die weltmarktabhängige Wirtschaft in Mitteldeutschland und CZ sowie den Flusstourismus hat.

Der hohe Stellenwert, den diese vom Verein zur Förderung des Elbstromgebietes (Hamburg), dem Sächsischen Hafen- und Verkehrsverein (Dresden) sowie der Industrie- und Handelskammer Dresden vorbereitete und getragene Versammlung auch für die Politik hat, kam besonders durch die Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen,
Prof. Dr. Milbradt, des Vizeministers für Verkehr der Tschechischen Republik,
Ing. Vojtech Kocourek und der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministe-rium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Karin Roth zum Ausdruck.

Herzlich begrüßt durch die Oberbürgermeisterin der gastgebenden Stadt Riesa, Frau Gerti Töpfer, hörten dann im bis auf den allerletzten Platz gefüllten großen Saal der Stadthalle „Stern“ die über 180 Anwesenden mit wachem Interesse die politischen Statements.

Mit starkem Applaus wurden die Ausführungen von Sachsens Ministerpräsident Prof. Dr. Milbradt aufgenommen, der die große Identifikation der Sachsen mit ihrem „großen Fluss“ als wichtigster Wasserstraße betonte. Ausdruck dafür sei auch, dass der Sächsische Hafen- und Verkehrsverein e.V., die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH mit Kpt. Detlef Bütow als Geschäftsführer wie auch die IHK Dresden als Mitveranstalter dieses bundes- und europapolitisch bedeutsamen Elbschifffahrtstages auftreten. Der Freistaat ist gewillt, der Elbe als Wasserstraße eine noch größere Bedeutung zukommen zu lassen, da der
Gütertransport per Binnenschiff bedeutend ressourcenschonender und umweltfreundlicher ist.

„Doch dazu“, so Ministerpräsident Prof. Milbradt weiter, „müssen weitere wichtige Entscheidungen getroffen werden, die teilweise nicht in der Hand des Freistaates liegen. Sie alle wissen, dass Binnenschiffe zum wirtschaftlichen Betrieb auf eine Fahrrinnentiefe von 1,60 m angewiesen sind, die an 345 Tagen im Jahr erreicht werden muss. Dieses Maß ist für die Elbe nicht mehr gewährleistet.

Grund hierfür ist das Jahrtausendhochwasser 2002. In dessen Folge hat die Fahrrinne der Elbe durch Sedimentationsprozesse Schaden genommen. Gleichzeitig hat aber der Bund wichtige Unterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen in diesem Bereich ausgesetzt.“

Bezugnehmend auf die von der Bundesregierung getroffene Festlegung, wonach bis 2010 die Hochwasserschäden der Elbe beseitigt sein sollen, apellierte Prof. Milbradt eindringlich an Berlin, dieses Ziel schneller zu erreichen. „Wir haben bereits mehr als 4 Jahre ins Land gehen lassen – jetzt ist es Zeit, zu handeln!“

Zur Sicherung eines insgesamt leistungsfähigen Wasserweges vom EU-Binnenland Tschechische Republik zu den Nordseehäfen – und dabei insbesondere nach Hamburg – wird nach Aussagen von Vizeminister Kocourek als erste Aufgabe der Bau des Stauwehres Decin zwischen 2007 und 2010 gelöst werden, wofür auch u.a. Brüsseler Mittel zur europaweiten Förderung der für die Zukunftssicherung an Bedeutung gwinnenden Wasserstraßen zur
Verfügung stehen werden. [HEI]

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