Kammern rührten Werbetrommel

Montag, 22. September 2008, 21:22 Uhr

Kammern rührten Werbetrommel

Ausstellungsschiff machte im Magdeburger Wissenschaftshafen Station

 Elbe Report 23.09.2008

Magdeburg (eh), Das Ausstellungsschiff der Kammerunion Elbe/Oder machte in dieser Woche im Magdeburger Wissenschaftshafen Station. Interessierte konnten dort die Ausstellung Elbe/Labe 2010 besichtigen.

In der Kammerunion Elbe/Oder arbeiten 30 tschechische, polnische und deutsche Industrie- und Han­delskammern zusammen, um gemeinsame Interessen der Unternehmen in der grenzü­berschreitenden Wirtschaftsre­gion auf nationaler und inter­nationaler Ebene zu vertreten.

Die Aktion unter dem Titel „Labe - Elbe 2010 „Labe - Elbe 2010 wirbt dafür, dass die Elbe bis zum Jahr 2010 durch die Unterhaltungsarbeiten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland in den Zustand gebracht wird, dass eine Wassertiefe von 1,60 m und mehr an 345 Tagen im Jahr zur Verfügung steht. Da der Container- und Schwerlastverkehr im Mittel einen Tiefgang der Binnenschiffe von ca. 1,40 Metern benötigt, ist nach Erreichen dieses Zustandes die ganzjährige wirtschaftliche Schifffahrt auf der Elbe gewährleistet.

Kritik kommt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Die Elbe führt auch in diesem Jahr Niedrigwasser und die Frachtschifffahrt liegt am Boden. Derzeit kann nicht ein­mal eine Tiefe von einem Meter garantiert werden, weil das Wasser knapp ist. Selbst das Ausstellungsschiff mit einem Zelt als Ladung an Bord hat Schwierigkeiten, bei diesen Wasserständen voranzukommen. Alle Spatzen pfeifen es vom Dach, dass mit dem Klimawandel die Witterungsextreme zunehmen, auch die Niedrigwasserextreme. Daran können auch noch so viele Baggerungen und Steinschüttungen am Ufer der Elbe nichts andern. Doch für die Industrie- und Handelskammern scheint es keinen Klimawandel zu geben. Es ist wohl auch sekundär, ob Schiffe fahren können oder nicht, wenn nur Jahr für Jahr Millionen Euro an Steuergeldern an Elbe und Saale verbaut werden können'; so Ernst Paul Dörfler vom BUND-Elbe­Projekt.

Rolf Lack vom Verein zur Hebung der Elbe-Schifffahrt kontert: Gerade wegen des Niedrigwassers sind die Instandsetzungs- und Unterhaltungsmaßnahmen erforderlich; Mit einem Ausbau des Flusses habe das nichts zu tun.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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