Karl Jüngel: Leserbriefe an die MZ und Volksstimme

Dienstag, 12. August 2008, 08:26 Uhr

Karl Jüngel: Leserbriefe an die MZ und Volksstimme

Im Moment ist in Mitteldeutschland die Diskussion um den Saale- Kanal bei Tornitz ein heiß umstrittenes Thema. Dabei sollte vor allem Sachlichkeit gefragt sein. Am  Sonntag, den 03.August 2008 lief im Fernsehen in der 19.00 Uhr Sendung „Sachsen-Anhalt heute“ ein Beitrag über das Elbe- Saale- Camp bei Barby. In der Sendung  kam der der Organisator dieser Veranstaltung, Herr Dr. Dörfler zu Wort. Er erklärte fast wörtlich: „Hier bei Barby ist die Fahrrinne der Elbe nur 1,0 m tief, ein Europaschiff braucht aber 2,50 m, zzgl. die sog. Handbreit Wasser unterm Kiel.“ Mit diesen Äußerungen versuchte er zubegründen, dass die Vollendung des Saaleausbaus durch den Schleusenkanal Tornitz und die umweltfreundliche Schifffahrt auf der Elbe überhaupt unsinnig sei.     

Richtig ist, dass an diesem Tage die Fahrinnentiefe auf der Strecke 5 Saalemündung-Rothenseer-Verbindungskanal (RVK) 143 cm betrug.  Diesen Wert habe ich nicht erfunden, sondern er ist dem täglichen Meldedienst der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost  (Internet) entnommen. Die Strecke 5 ist in Bezug auf die Tauchtiefe immer die beste an der Elbe und hat demzufolge bessere Tauchtiefen als die Saale. Dazu kommt, dass an diesem Wochenende drei tschechische Schubschiffe und ein Schiff mit Großbehältern Barby elbabwärts passierten, wovon einer davon 771 t Raps für den Hamburger Hafen geladen hatte. Diese Transportmenge entspricht allein etwa 31 LKW-Ladungen. Ein zweiter transportierte 390 t Spundwandbohlen nach Hannover und der dritte nochmals 350 t Ladung.

Man hätte in dieser Sendung also auch feststellen können: Trotz der anhaltenden Trockenheit, verbunden mit dem niedrigen Wasserstand der Elbe, wurde der Seehafenhinterlandverkehr gesichert.

Warum darf dieser Mann unentwegt über die Medien die Bevölkerung durch falsche Informationen verunsichern und aufwiegeln? Gerade in Magdeburg arbeiten und wirken in den Dienststellen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes viele Fachleute. Warum erhalten diese in den Medien nicht in gleichem Maße Aufmerksamkeit?

Karl Jüngel, Wittenberg, Tel. 03491667655
karl.juengel@arcor.de

PS an Frau Lüdecke (Intendantin der MDR-Sendeanstalt) ging auch eine Mail mit diesem Inhalt

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