Karl Jüngel zu "Umweltschützer fordern Baustopp an der Elbe"

Freitag, 11. August 2006, 08:31 Uhr

Karl Jüngel zu "Umweltschützer fordern Baustopp an der Elbe"

Leserbrief in MZ,Wittenberg 10.08.2006

Das die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden keinen Wert auf Gespräche gelegt haben, kann ich vollends verstehen, denn diese Umweltakteure sind nicht lernfähig. Ich habe mehrfach die vielen Bemühungen zur Aufklärung, noch unter Leitung des Amtsleiters Finke aus Dresden, miterlebt und diese Amtspersonen teilweise bewundert. Leider alles umsonst, schade um die Zeit. 

Was ich dennoch nicht verstehen kann, wie es überhaupt zur Veröffentlichung  dieser Aussage  der Sprecherin des Aktionsbündnisses, Jutta Rösener in der MZ kommen kann: "Es macht keinen Sinn, tonnenweise Schotter in die Elbe zu schütten, wenn dort kaum noch Güterschiffe  fahren können". Weiter heißt es-es würden nur noch 1,5 Mio t transportiert, "eine eklatante Verschwendung von Steuermitteln".  Ich erinnere mich an einen Zeitungsbericht der MZ, allerdings vom 8. März d.J., in der es heißt:  "Im grenzüberschreitenden Verkehr von Magdeburg in Richtung Tschechien wurden 2005 insgesamt 4,279 Mio t Ladung bewegt; 22 Prozent mehr als im Vorjahr....   Das ist nur eine Richtung, in der anderen Richtung ist es sicher mehr. Was soll ich denn nun glauben? Stellen Sie da nicht die Glaubwürdigkeit der MZ in Frage ?Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Die letzten Zahlen stammen eindeutig aus dem Geschäftsbericht für 2005 der SBO Dresden und gehen in die Wirtschaftsstatistik der Bundesrepublik ein, deshalb glaube ich diesen Unterlagen (ich habediese Statistik  als Arbeitsmaterial vorliegen). 

Wird denn bei Ihnen überhaupt nicht  der sachliche Inhalt von Veröffentlichungen geprüft.

Wir haben als Deutsche nach geltendem Völkerrecht eine moralische Verpflichtung unserem Nachbarn gegenüber, nämlich die Elbe als Schifffahrtsweg für jedermann vorzuhalten. Auf der Elbe verkehren z. Z. wegen des geringen Wasserstandes nur tschechische Schiffe und sie fahren mit 1,00 m Tiefgang und transportieren dabei max. 300 t. Güter/Schiff. Ein Schiff ersetzt dabei ca. 15 Lkw. Fragen Sie doch diese Umweltaktivisten einmal, wie sie zu dieser Verantwortung stehen und warum unsere tschechischen Nachbarn so handeln, wenn alles so unrentabel ist. Man könnte das auch noch ganz anders auslegen, aber auf diesem Niveau möchte ich mich nicht bewegen.  

Karl Jüngel 

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