Klimawandel in Deutschland

Mittwoch, 19. Oktober 2005, 09:54 Uhr

Klimawandel in Deutschland

Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes vom August 2005 des Potsdamer Instituts für Klimaforschung

Vor kurzem hat die Bundesanstalt für Gewässerkunde im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums eine Studie zur „Untersuchungen des Einflusses von Klima und Landnutzungsänderungen mittels statistischer Niedrigwasseranalyse“ vorgelegt.

Darin wird unter anderem festgestellt, dass die Elbe  keineswegs immer weniger Wasser mit sich führt, sondern dass der Durchfluss in den vergangenen Jahren vielmehr größer geworden ist.

Die Aussage, die insbesondere von selbsternannten Umweltschützern ständig öffentlich gemacht wurde, dass die Niedrigwasser auf der Elbe immer mehr zunehmen würden, ist also falsch. Richtig ist vielmehr, dass im Vergleich zum Flachland seit Jahren in den Mittelgebirgen mehr Regen fällt. Diese Niederschläge im Riesengebirge und die Talsperren in der Tchechischen Republik sorgen für ausreichend Zufluss in der Elbe. Das wiederum bedeutet, dass grundsätzlich an den Unterhaltungszielen für die Elbe zur Sicherung der notwendigen Fahrrinnentiefe festgehalten werden kann und muss, um der Schifffahrt wirtschaftlich vertretbare Bedingungen zu gewährleisten.

Diese Erkenntnisse und Schlussfolgerungen wurden nun durch einen Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes zum  „Klimawandel in Deutschland“ durch das Potsdamer Institut für Klimaforschung vom August 2005 bestätigt.

Ziel dieser Studie war es, den aktuellen Kenntnisstand zum Klimawandel zu dokumentieren und aktuelle und potenzielle zukünftige Auswirkungen und Anfälligkeiten auf klimasensitive Bereiche  wie Wasserwirtschaft und Verkehr zu analysieren. In der Studie wurde unter anderem festgestellt, dass die Niederschläge in Deutschland räumlich und saisonal von starken Schwankungen geprägt sind. Es wurde ermittelt, dass sich langfristig weder in den Mittelwerten, noch in den saisonalen oder regionalen Verteilungen in deutlicher Weise Trends ermitteln lassen.

Bisher wurde von selbsternannten Umweltschützern regelmäßig behauptet, dass eine angeblich zu erwartende Zunahme von extremen Witterungsereignissen und saisonalen Verschlechterungen die Verlässlichkeit des Verkehrsträgers Binnenschiff auf der Elbe und Saale negativ beeinträchtigen würde. Die beiden Studien der Bundesanstalt für Gewässerkunde und des Bundesumweltamtes zeigen deutlich, dass die pauschalen negativen Behauptungen insbesondere des BUND zu Auswirkungen des Klimawandels auf die Perspektiven der Schifffahrt auf der Elbe und Saale fachlich in keiner Weise begründet sind.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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