Korrekturen zu Aussagen des "Uni-Gutachten" zum Saalekanal in der Presse

Montag, 23. Juni 2008, 09:36 Uhr

Korrekturen zu Aussagen des "Uni-Gutachten" zum Saalekanal in der Presse

MZ und Volksstimme

In der MZ vom 17.06.2008 heißt es:

Der geplante Saale-Elbe-Kanal bei Tornitz im Salzlandkreis wird mindestens 20 Millionen Euro teurer als bislang veranschlagt. Henrik Täger, Leiter des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg, korrigierte am Dienstag die Kostenschätzung auf 100Millionen Euro. Er betonte zugleich, das Projekt sei dennoch sowohl wirtschaftlich als auch umweltverträglich. Er wies damit entgegengesetzte Aussagen von Wissenschaftlern der Universität Halle zurück.

"Potenzial bestätigt"

Die Aufnahme des Kanals mit vordringlichem Bedarf in den Bundesverkehrswegeplan 2003 "bestätigt das wirtschaftliche Potenzial der Saaleregion", so Täger. Das biete die Chance für Neuansiedlungen und zusätzliche Arbeitsplätze. Dieses Potenzial werde in der Studie der Uni Halle nicht ausreichend berücksichtigt. Die Aussagen der Wissenschaftler werden laut Täger durch die für das im März eröffnete Raumordnungsverfahren zusammengetragenen Daten widerlegt.

"Nicht belastbar"

Die halleschen Wissenschaftler hatten zudem auf den Klimawandel und seine Folgen wie längere Trockenheit und häufigeres Niedrigwasser in den Flüssen verwiesen, die in dem Planco-Gutachten nicht berücksichtigt seien. "Die Elbe hat künftig genug Wasser", meint hingegen Täger. Die Daten zum Klimawandel stellten keine belastbaren Prognosen dar. "Spezifische Konsequenzen für das Kanalprojekt ergeben sich daraus nicht", sagte eine Mitarbeiterin seines Amtes.

Der hallesche Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt hat unterdessen die Uni Halle aufgefordert, ihr Kanal-Gutachten zurückzuziehen. Mit "falschen Informationen" werde versucht, "auf demokratischem Weg gefallene Entscheidungen negativ zu beeinflussen". Das Raumordnungsverfahren soll im Herbst beendet sein. Mit dem Bau des Kanals wird frühestens im nächsten Jahrzehnt gerechnet.

MZ 17.06.08 

In der Volksstimme vom 18. Juni 2008 heißt es:

Gutachten der Universität Halle-Wittenberg wird angezweifelt, Amt betont Wirtschaftlichkeit des Saale-Schleusenkanals

Magdeburg. Der geplante Saale-Schleusenkanal bei Tornitz ( Salzlandkreis ) ist nach Ansicht des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg ( WNA ) sowohl wirtschaftlich als auch umweltverträglich. Der geplante Kanal sorgt indes bereits seit vielen Jahren für heftigen Streit. Vor allem Umweltschützer wollen den Ausbau verhindern.

Der Leiter des WNA, Henrik Täger, sagte gestern, eine anderslautende Stellungnahme von Wissenschaftlern der Universität Halle-Wittenberg, wonach das mit 80 Millionen Euro veranschlagte Projekt unwirtschaftlich und ökologisch schädlich sein soll, werde von qualifizierten Fachleuten verschiedener Institutionen widerlegt. " Wir hegen die Vermutung, dass der Universität nicht alle Unterlagen vorgelegen haben.

Volksstimme 18. Juni 2008 

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