"Kraftwerke können in der Altmark stehen"

Samstag, 28. Juli 2007, 09:23 Uhr

"Kraftwerke können in der Altmark stehen"

Wirtschaftsminister Reiner Haseloff spricht über Chancen " Ich erwarte Investitionen in der Altmark. Besonders entlang der Elbe. "

"Volksstimme.de",   28.07.2007,  von Björn Menzel

 

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff ( CDU ) hat am Donnerstag über wirtschaftliche Chancen der Altmark gesprochen. Eine davon wäre die Ansiedlung von Steinkohlekraftwerken. In diesem Zusammenhang sagt der Minister der Region eine gute wirtschaftliche Entwicklung voraus. Das Gespräch hat, zusammen mit Unternehmern, in Büttnershof stattgefunden.

Büttnershof. Anfang der 90 er Jahre hat die Universität Magdeburg eine Prognose aufgestellt, die nichts Gutes vorhersagte. Die Altmark könne sich nur auf die Landwirtschaft zurückbesinnen. Tourismus hätte keine Chance. Nachwachsende Rohstoffe würden nicht nachgefragt. 15 Jahre später : " Die Altmark ist eine Tourismusregion, Landwirtschaft ist nur ein wirtschaftliches Standbein von vielen, und nachwachsende Rohstoffe werden mehr benötigt denn je ", sagte Reiner Haseloff.

Der Wirtschaftsminister des Landes traf sich in Büttnershof mit Unternehmern aus der Altmark und malte ein positives Bild. " Eine strukturschwache Region sieht anders aus ", sagte er. " Fahren sie mal nach Sangerhausen. " In der Altmark hätten Einwohner und Investoren auf vieles gesetzt und es entstünden wieder Arbeitsplätze.

So soll es nach Aussagen des Ministers auch weitergehen. Natürlich müssten Leuchttürme wie das Zellstoffwerk in Arneburg gesetzt werden. Aber : " Ich bin gegen die Förderung von nur einzelnen Wirtschaftsgebieten ". Er werde auch weiterhin fl ächendeckend jeden Fördermittelantrag gleichrangig behandeln. " Solange Geld da ist. " Das sei auch laut Verfassung so vorgesehen. Damit sprach er sich gegen die von der SPD im Wahlkampf proklamierte ausschließliche Förderung der so genannten Oberzentren aus.

Noch immer liegt das durchschnittliche Einkommen in der Altmark unter 75 Prozent des deutschlandweiten Durchschnitts. Ob sich das ändern wird, ließ Reiner Haseloff offen. Fest steht für ihn, dass auch in der Altmark besondere Chancen liegen. " Ich habe Anfragen von Energieunternehmen auf dem Tisch. " Die suchen nach Standorten für Kraftwerke, besonders für Steinkohlekraftwerke.

" Die können zukünftig in der Altmark stehen, hier kann noch Kohlenstoffdioxid untergebracht werden. " Solche Ansiedlungen hätten positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Auch Fachkräfte würden wieder zurück in die Altmark kommen.

Der Energiesektor wäre in den kommenden Jahren aufgrund europäischer Energiepolitik einer starken Wandlung unterzogen. Stichpunkte seien Atomausstieg, Verteuerung von Öl und Gas. " Ich erwarte Investitionen in der Altmark. Besonders entlang der Elbe. " In diesem Zusammenhang sprach der Minister auch an, dass er sich weiterhin für die verbesserte Schiffbarmachung der Elbe einsetzen wird.

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