Künftige Aktiengesellschaft soll die Württemberg steuern

Samstag, 30. April 2005, 09:52 Uhr

Künftige Aktiengesellschaft soll die Württemberg steuern

"Volksstimme" vom 30.04.05

Während die Mitglieder des Elbeschiffervereins auf dem Museumsdampfer „Württemberg“ gestern zur Vorbereitung des 1. Mai „Reinschiff“ machten, befindet sich der künftige Besitzer noch in den Vetragsverhandlungen mit der Stadt. Details seien noch offen. Den generellen Zuschlag für das Konzept durch den Stadtrat erhielten 13 Magdeburger, die mit ihrem Eigenkapital eine Aktiengesellschaft gründen wollen. Mit etwa einer Viertelmillion Euro sollen Gastronomie mit Biergarten und Live-Musik Einzug halten.

Magdeburg. Die Mitglieder des Elbeschiffervereins bringen das Museumsschiff auf Vordermann. Es wird „Reinschiff“ gemacht, wie er sagt. Ab 1. Mai öffnet das Schiff wieder regelmäßig dienstags bis sonntags für die Besucher. Diese können sich die alte Technik ansehen, dann erschöpft sich das Angebot aber schon. Aus diesem Grund verkauft die Stadt die „Württemberg“ für einen symbolischen Euro.

Von 14 eingereichten Bewerbungen überzeugte die Stadträte das Konzept von Ingo Bumbke. Er vertritt eine Investorengruppe.

„Wir sind 13 Magdeburger, die aus dem Schiff einen Kultur- und Museumsdampfer machen wollen. Unser Ziel ist es, Veranstaltungshöhepunkte zu schaffen und gleichzeitig den Marketingwert des Schiffes zu erhöhen“

sagt Ingo Bumbke.

Noch könne die Investorengruppe aber nicht ganz loslegen, weil Details geklärt werden müssten. Außerdem:

„Das Sommergeschäft für uns hat sich jetzt sowieso erledigt. Für den Umbau benötigen wir ja auch noch Zeit“

erklärt Bumbke.

Das Konzept gliedert sich in vier Teile. Erstens soll es ein das ganze Jahr über geöffnetes Restaurant im Bauch des Schiffes mit 40 bis 60 Plätzen geben. Zweitens werde es auch auf dem Deck eine Gastronomie geben.

"Mit Blick vom Deck auf die Elbe. Das ist schön, zumal das auch der ideale Ort für Betriebsfeiern ist“

so der Sprecher der Investorengruppe. Drittens ist die Fläche vor der „Württemberg“ für einen Biergarten mit etwa 300 Personen vorgesehen. Der Freiluftbereich werde bei Veranstaltungen aber erweitert, so Bumbke.

„Wir wollen regelmäßig die Wiese vor dem Schiff für Veranstaltungen aller Art nutzen und kleinere Live-Konzerte mindestens einmal in der Woche organisieren“

erklärt er weiter.

Zu DDR-Zeiten sei der Raddampfer auf fast jedem Prospekt oder Ansichtskarte aus Magdeburg zu sehen gewesen. Dies wolle die Magdeburger Investorengruppe wieder erreichen und den eigentlichen Marketingwert des Dampfers wieder herstellen.

"Das werden wir gemeinsam mit dem Elbeschifferverein auch erreichen“

ist Bumbkes Mitstreiter Bernd Schultz überzeugt. Auch Ingo Klinder vom Elbeschifferverein ist zuversichtlich:

„Es funktioniert nur beides. Eine gute Gastronomie und das Museum, also unsere Vereinsarbeit, müssen eine Symbiose bilden."

Obwohl die Verträge noch nicht unter Dach und Fach sind, wollen die Betreiber schon am 5. Mai einen kleinen Bierwagen aufstellen und ihr Konzept den Magdeburgern vorstellen.

Von Matthias Fricke

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