Leinen los am Stadthafen

Donnerstag, 24. Juli 2008, 09:34 Uhr

Leinen los am Stadthafen

Gestern symbolischer Baubeginn auch für drei weitere IBA-Projekte

Wochenspiegel Halle (Saale) 24.07.2008

Halle (sc). „Tut Ihr auch mal was oder plant und redet Ihr immer nur?“ Diese Frage musste sich Friedrich Bussmann, Koordinator für die von der Stadt initiierten Projekte zur Internationalen Bauausstellung Stadtumbau in Sachsen-Anhalt 2010 in Halle (IBA) in der letzten Zeit mehrmals gefallen lassen. „Ja“, antwortete er gestern diesen Fragestellern, „jetzt tut sich auch was.“ Für vier Projekte war gestern symbolischer Baubeginn. Eines davon ist der Stadthafen auf der Salinehalbinsel. Der Uferbereich der Elisabethsaale wird hier am Ende der Hafenstraße für den 70 Meter langen Bootsanleger umgestaltet. Zunächst sind Gründungsarbeiten für den vier Meter breiten Ufersteg angesagt. Dann entsteht eine Stahlkonstruktion mit darüber liegender Holzterrasse. An dieser werden die Schwimmstege befestigt, die Platz bieten für etwa 20 öffentlich nutzbare Anlegeplätze für Motor- und Paddelboote und einen Dauerliegeplatz für zwei historische Saaleschiffe. Auf mehreren Ebenen soll ein attraktiver Aufenthaltsbereich am Wasser mit Sitzmöglichkeiten entstehen. Dazu sollen eine hölzerne Schutzhütte, Servicestation (mit Bootsregalen, Fahrradausleihe und Sanitäreinrichtungen) sowie einen kleinen öffentlichen Parkplatz mit 12 Stellflächen. Die Jugendwerkstatt „Frohe Zukunft“ wird nicht nur alle notwendigen Holzarbeiten dafür übernehmen, sondern dann den vergleichsweise kleinen Stadthafen mit einem Hafenmeister betreiben. „Mit dieser öffentlichen Baumaßnahme wollen wir einfach auch etwas anschieben“, erklärt Bussmann. „Vielleicht kommt so das seit 12 Jahren im Raum schwebende Projekt ‘Wohnen am Sophienhafen’ endlich auch einmal in Gang. Dazu müssten sich aber private Investoren engangieren.“ Und wenn sich dann mit Inbetriebnahme des Stadthafens spätestens im August 2009 jemand findet, der einen kleinen privat betriebenen Yachthafen errichten möchte - die Möglichkeit und der Platz an der einstigen „Schneekippe“ von Halle (hier wurde einst in Wintertagen der von den Straßen gekehrte Schnee in die Saale gekippt) dazu seien vorhanden. Auch der erste Bauabschnitt zur Umgestaltung des Platzes am Tulpenbunnen in Halle-Neustadt wird mit dem gestrigen Termin in Angriff genommen. Es geht hier zunächst einmal um die grundhafte Erneuerung der westlichen Platzanlage und die Sanierung der „Grünen Galerie“ mit Haupfußweg, Bänken und der Einbindung der Kunstwerke. Auch der Brunnen selbst wird in notwendigem Umfang saniert. Als zweiter Bauabschnitt folgt 2009 der Ausbau eines zentralen Spielplatzes mit einer großen, hölzernen Spielskulptur im III. Wohnkomplex im östlichen Anschluss an den Platz am Tulpenbrunnen. Es nimmt nun auch der Skaterpark auf der etwa einen Hektar großen Fläche zwischen Hotel und Hallorenstraße im Zentrum der Neustadt konkrete Gestalt an. Dazu werden jetzt die vorhandenen Asphaltflächen abgebrochen. Dann werden Leitungsgräben anglegt für die Entwässserung und bis in drei Meter Tiefe reichende Erdarbeiten für die große Bodenskulptur des Skaterparks in Angriff genommen. Das Baufeld bleibt bis zum Abschluss der Baumaßnahmen im Juni 2009 eingezäunt. Abgewinkelte Wandelemente sollen für Lärm- und Schallschutz sorgen. Schließlich wird auch am „Begegnungsfeld“ in den Franckeschen Stiftungen zwischen Sekundarschule und Plattenbauten gearbeitet. Im ersten Bauabschnitt werden die Terrassen- und Böschungsflächen zum attraktiven Freiraum für Kinder und Jugendliche umgestaltet.

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