Leserbrief an die MZ vom 13.2.2007

Freitag, 16. Februar 2007, 22:47 Uhr

Leserbrief an die MZ vom 13.2.2007

Zu Elbe scheidet die Geister MZ vom 12.2.2007 Teil Wirtschaft- Bericht von Christian Schafmeister

Seit der deutschen Einheit versuchen die sogenannten Umweltschützer des BUND und andere sympathisierenden Gruppierungen um ihren Elbe-Experten Dörfler mit Erfolg die Entwicklung des umweltfreundlichsten und energiesparendsten Transportträgers in unserer Region, die Binnenschifffahrt, auszubremsen. Dabei ist Ihnen jedes unlautere Mittel recht. Seit Jahren werden falsche Argumenten verbreitet, die leider auch in der MZ erscheinen, wie z.B. das falsche Verkehrsaufkommen auf der Elbe (s. MZ vom 5.8.2006) oder die utopische: Wanderung durch die flache Elbe bei Dessau (s. MZ vom 9.10.2006. und 12.10.2006). So wiegelt man den Bürger/Leser auf und vermittelt ein falsches Feindbild.

Allein an der Saale steht mit dem hervorragend aufgestellten Hafen Halle und den drei großen Industriebetrieben um Bernburg ein gewaltiges Potenzial zur Nutzung unserer Wasserstraßen Saale und Elbe bereit. Hier wartet man seit der Wende, dass endlich der Schleusenkanal Tornitz (Saale) in Angriff genommen wird, um mit 7 weiteren Nutzern ca. 2,5 Mio t. per Schiff transportieren zu können. Diese Menge entspricht dem Transportraum von ca. 100.000 LKW.

Das der Verkehr auf der Elbe derzeit nicht befriedigen kann, liegt nicht daran, dass sich lt. Dörfler: Die Wirtschaft von der Elbe lange verabschiedet hat, sondern das die Wirtschaft verunsichert ist, weil die Politiker unseres Landes diesem demagogischen Treiben dieser s.g. Umweltexperten nicht konsequent ein Ende setzt. Es geht hier nicht um die Zerstörung von Natur, was fälschlicher Weise immer vorgeschoben wird, sondern um eine Orientierung in die Zukunft..

Wasserstände von 2,5 m Tiefe in der Fahrrinne der Elbe wären sicher ganzjährig wünschenswert, aber ein zeitgemäßes Elbeschiff mit 1000 t hat mit einer vollausgelasteten Getreideladung, ein heutiges Hauptgut, gerade 1,50 m Tiefgang. Auch können die Containerprahme, im Durchschnitt mit 36 Containern/Ladung, durchaus mit einer Fahrrinnentiefe von 1,60 m leben. In den Containern werden kaum Stahl, sondern "nur" hochwertige Konsumgüter befördert. Es ist nicht zu verhindern, dass sich der Containerumschlag in Hamburg bis zum Jahr 2015 mehr als verdoppeln wird und schon heute die Bahn um Hamburg an der Leistungsgrenze agiert, um diese Mengen aus dem Hafen über das Netz der Bahn in das Hinterland wie Sachsen-Anhalt, Sachsen und weiter nach Böhmen zu befördern.

Ich war der bis jetzt der Meinung, die Diskussion um die Klimaverschiebungen auf unseren Globus würde auch die s.g. Umweltexperten erreichen, aber scheinbar ist das gefehlt.

Karl Jüngel Wittenberg 13.2.2007

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