Hansjörg Köhler an die Elbe-Saale-Nachrichten

Montag, 18. August 2008, 19:02 Uhr

Hansjörg Köhler an die Elbe-Saale-Nachrichten

Hansjörg Köhler an die Elbe-Saale-Nachrichten

Aus der Ferne (Augsburg) beobachte ich die Aktivitäten des Herrn Dr. Dörfler vom BUND. Eines steht fest: Dr. Dörfler mag ja für die Umwelt sein, aber in erster Linie ist er Binnenschifffahrts-Gegner. Warum ist er nicht gegen Flugverkehr oder 40 t - Lastwagen? Warum bekämpft er ausgerechnet das umweltfreundliche Verkehrsmittel?  Natürlich ist Binnenschifffahrt auch mit Unterhaltung und Ausbau der Wasserstraßen verbunden, nicht anders als z.B. bei den Autobahnen. Was den Tornitzer Kanal betrifft, stelle ich fest, dass Dr. Dörfler als Verhinderungsgrund nun nicht mehr Umweltschäden, sondern (zwangsläufig und ersatzweise) wirtschaftliche Argumente einsetzt. Davon scheint er jedoch nicht viel zu verstehen oder er manipuliert. Übrigens gibt es zum Tornitzer Kanal schon lange ein vergleichbares Bauwerk: den Umgehungskanal von Gerlachshausen, welcher die berühmte Volkacher Mainschleife abkürzt. Den alten Main hat sich die Natur zurückgeholt, er ist auch kaum mehr schiffbar (bis auf wenige flachgehende Sportboote). Da kann doch Herr Dr. Dörfler einmal eine Exkursion dorthin unternehmen und studieren, wie sich Natur und Schifffahrt vereinen lassen.

Zu seinem Argument noch bezüglich der brachliegenden Frachtschifffahrt auf der Saale: Es ist doch klar, dass Schiffe nicht fahren können, wenn der "Flaschenhals" eine Schifffahrt nicht zulässt. Da hätte man halt 1934 mit der Flussregulierung an der Mündung beginnen müssen, statt Umgehungskanäle in Halle und Merseburg zu schaufeln.

Übrigens frage ich mich, warum es gleich nach der Wende nicht möglich war, in der Elbe zwei Staustufen zu bauen, eine flussaufwärts und die andere flussabwärts von Magdeburg. Die erste hätte dann auch die Saalemündung einstauen müssen. Dann wären Diskussionen darüber, ob eine Fahrrinnentiefe von 145 cm für die Schifffahrt ausreichend sind, gegenstandslos und von Hamburg bis Halle wäre eine Tauchtiefe von 2,50 m garantiert. Schöner Nebeneffekt: bei 400 m³/s Abflussmenge und vertretbaren 3 m Fallhöhe könnte jedes der beiden Wasserkraftwerke rund 10 MW Strom erzeugen - umweltfreundlich!!

Schöne Grüße aus Bayern

Hansjörg Köhler Rupprechtstr. 1  86157 Augsburg

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