Letzte von fünf Schleusen wird vom Geröll befreit

Mittwoch, 05. August 2009, 20:52 Uhr

Letzte von fünf Schleusen wird vom Geröll befreit

Schifffahrt hat an der Herrenmühlenschleuse Vorfahrt.mz-web.de

mz-web.de, 05.08.09, VON HEIKE RIEDEl

WEISSENFELS/MZ. Die letzte Station hat der Baggerzug jetzt im Kanal der Herrenmühlenschleuse in Weißenfels genommen. Die Firma Erdbau und Transport Kehlbler (ETK) aus Theißen befreit die fünf Saaleschleusen zwischen Bad Dürrenberg und der Unstrutmündung von dem sich abgelagerten Geröll. Über die Saale hat das kleine Schubschiff die etwa 15 Meter lange Plattform mit dem Bagger in den Flußabschnitt gebracht, der keine Bundeswasserstraße mehr ist. Die touristische Nutzung steht hier im Vordergrund. Wassersportler und Freizeitkapitäne mit Schiffen bis einen Meter Tiefgang sollen hier die Saale noch befahren können.

Alljährlich werden die Kanäle der Oeblitz-, Beuditz-, Brückenmühlen- und Herrenmühlenschleuse sowie der Schleuse Bad Dürrenberg ausgebaggert, gewöhnlich aber in der Zeit von April bis Ende Juni. "In diesem Jahr sind wir ungewöhnlich spät dran", gibt Frank Reuß, Flussbereichsingenieur vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, zu. Hintergrund ist unter anderem, dass bis in den April hinein an der Herrenmühlenschleuse die Umläufe saniert wurden.

Jetzt kann der Baggerzug den Schiffen schon einmal im Weg stehen. "Die Schifffahrt hat Vorrang", versichert Reuß. Der Bagger müsse seine Arbeit unterbrechen und die ganze Technik ein Stück weiterfahren, wenn Boote die Schleuse benutzen wollen.

Bis zu 2 000 Kubikmeter Erde müssen an der Herrenmühlenschleuse voraussichtlich vom Kanalgrund aufgenommen werden. Dazu nimmt die Baggerschaufel den Boden auf. Gleichzeitig saugt ihn ein Schlauch an und spült ihn im Unterwasser des Wehres in die fließende Welle. Diese trägt ihn mit und verteilt ihn woanders. Neu ist diesmal, dass der gewässerkundliche Landesdienst die Aktion begleitet und die Auswirkungen des Verfahrens untersucht.

Geht der Pegelstand der Saale in Naumburg-Grochlitz unter die Marke von 1,60 Meter, wird es aber unabhängig von den Arbeiten an den Schleusen bald kritisch für die Schifffahrt zwischen Naumburg und Bad Dürrenberg.

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