Lob und Dank zum Hafengeburtstag

Dienstag, 15. September 2009, 21:52 Uhr

Lob und Dank zum Hafengeburtstag

Vor 120 Jahren wurde Akener Hafengesellschaft gegründet - Seit 1993 ist das Unternehmen städtisch

mz-web.de. 15.09.09, VON CLAUS BLUMSTENGEL

AKEN/MZ. Die Bedeutung des Hafens in Aken als effizienter Umschlagplatz vor allem für Schwerlast-Güter hat am Dienstag auf einem festlichen Empfang der Geschäftsführer der Hafenbetrieb Aken GmbH, Klaus Schröter, unterstrichen. Anlass war das 120-jährige Bestehen des Binnenhafens. Als Gäste begrüßte Schröter Sachsen-Anhalts Bau- und Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU), Bundes- und Landtagsabgeordnete, Bürgermeister, Kreistagsmitglieder, Stadträte, Hafen-Mitarbeiter, Vertreter der Industrie- und Handelskammern, des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden sowie zahlreiche Geschäftspartner.

Der Hafen in Aken hat sich nach Ansicht von Verkehrsminister Daehre in den vergangenen Jahren als ein wichtiger Motor für die regionale Wirtschaftsentwicklung profiliert. Mit dem Hafen habe die Stadt ein "Alleinstellungsmerkmal für Schwergut-Transporte", stellte Daehre fest.

Das Schwergut-Terminal hat eine stationäre Tragkraft von 270 Tonnen. "Dieser Logistikstandort sichert Arbeitsplätze, sein Ausbau entlastet die Straßen vom Schwerlastverkehr und schont damit zugleich die Umwelt", betonte der Minister und dankte Bürgermeister Hansjochen Müller (SPD), "dass er stets an diesen Hafen-Standort geglaubt hat".

Seit 2008 ist der Akener Hafen über die Elbe-Container-Linie mit dem Terminal des Hamburger Seehafens verbunden. Verladen werden in Aken unter anderem Generatoren, Großkessel, Tankanlagen und Turbinen. Um die Aufgabe als Verteilzentrum für die Seehäfen zu bewältigen, sei ein "trimodaler Transport", eine Kombination aus Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr, notwendig, äußerte Daehre, der sich für eine weitere Ertüchtigung von Elbe und Saale für die Binnenschifffahrt aussprach. Auch müsse man sich für den Erhalt der Bahnverbindung zwischen Aken und Köthen stark machen.

"Der Akener Hafen ist für den Landkreis das Tor zur Welt", sagte Landrat Uwe Schulze (CDU) in seinem Grußwort. Er begrüßte, dass der Hafen seine Anbindung an das Schienennetz behalten soll. Akens Bürgermeister Hansjochen Müller, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hafenbetrieb Aken GmbH, informierte die mehr als 100 Gäste über die Geschichte des Hafens. Müller hatte sich 1993 dafür stark gemacht, dass die Stadt als Gesellschafterin den Hafen betreibt, dessen Güterumschlag nach der Wende drastisch zurückgegangen war. Auch zahlreiche der damals 100 Mitarbeiter mussten entlassen werden.

Seither seien in Kaianlage und Umschlagtechnik rund 15,5 Millionen Euro investiert worden, führte Müller aus. Im vorigen Jahr habe man den Umschlag von Schwergut per Schiff um 78 Prozent gegenüber 2007 steigern können. Auch der Transport auf dem Schienenweg sei um 28 Prozent gestiegen. 2008 hatte der Hafen einen Umsatz von 4,38 Millionen Euro.

Heute hat der Akener Hafen wieder 65 Mitarbeiter. 50 Unternehmen nutzen den Akener Hafen als Umschlagplatz per Schiff, Bahn und Lkw. Damit sei der Hafen auch ein Kriterium für Unternehmen, die neue Standorte suchen, so Müller. Notwendig sei allerdings, dass die Elbe ein zuverlässiger Transportweg und der Bahnanschluss erhalten bleibe.

"In den vergangenen fünf Jahren hat der Hafen Gewinne erwirtschaftet", stellte der Bürgermeister fest und fügte hinzu: "Die Stadt ist stolz auf die Entwicklung des Akener Hafens." Nun stoße dieser aber an Kapazitätsgrenzen. Deshalb seien weitere Investitionen von 6,5 Millionen Euro notwendig.

Müller erwähnte auch die Schäden durch das Hochwasser 2002, als das Nordufer wegrutschte und die Spundwand beschädigt wurde. Das alles sei wieder in Ordnung gebracht worden.

Auf der Veranstaltung wurde Stadtrat Peter Wieske (CDU) feierlich aus dem Aufsichtsrat der Hafenbetrieb GmbH verabschiedet. Er hatte aus Altersgründen darum gebeten. Wieske wurde mit dem Ehrenbrief mit Ehrennadel sowie dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt geehrt. Sein Nachfolger im Aufsichtsrat ist Ulf Schindler.

Für ihre langjährige aufopferungsvolle Tätigkeit ehrte Hafen-Geschäftsführer Schröter Expedientin Hannelore Seifert (seit 1966 im Unternehmen), Buchhalterin Karin Falkenberg (seit 1963 im Unternehmen) sowie den Prokurist und Bahnbetriebsleiter Peter Ziegler (seit 1969 im Unternehmen).

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