Magdeburg wird für Binnenschifffahrt attraktiver

Donnerstag, 06. Juli 2006, 09:11 Uhr

Magdeburg wird für Binnenschifffahrt attraktiver

Schleuse sichert allzeit Wasser unterm Kiel "Volksstimme" vom 04.07.2006

Magdeburg ( dpa ). Magdeburg wird für die Binnenschifffahrt attraktiver. Die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau einer Niedrigwasserschleuse am Rothenseer Verbindungskanal laufen. " Die ersten Baulose sind vergeben, zwei Düker – Leitungen im Kanalgrund – müssen beseitigt werden und nach gefährlichen Resten aus dem Krieg sucht der Kampfmittelbeseitigungsdienst ", sagte der Leiter des Wasserstraßen-Neubauamts.

Magdeburg, Henrik Täger. Rund 40 Millionen Euro hat die Bundesregierung für den Neubau zur Verfügung gestellt. Die neue Schleuse soll besonders den Magdeburger Hafen vom Wasserstand der Elbe unabhängig machen. Frachtschiffe, die über die im Mai 2001 in Betrieb genommene Rothenseer Sparschleuse vom Mittellandkanal kommen, können künftig vollbeladen an den Kais der beiden Hafenbecken und des im Bau befindlichen Hansehafens fest machen.

Die Schleuse verhindert bei Niedrigwasser der Elbe, dass das Wasser im Verbindungskanal und im Hafen in die fl ache Elbe ablaufen kann. " Der Hafen bleibt vollschiffig ", hob Täger hervor.

" Unternehmen an den Hafenkais werden vom Neubau profitieren ", sagte der Diplom-Ingenieur. So kann das künftige Containerterminal am Hansehafen bei gleich bleibendem Wasserstand verladen. Enercon als Hersteller von Windenergieanlagen transportiert Flügel und Türme per Schiff besser bis Hamburg oder ins Ruhrgebiet, Tankschiffe können mehr Benzin und Heizöl in die Großbehälter der Magdeburger Umschlag und Tanklager KG bringen.

" Noch im Juli werden wir die Arbeiten für eine Spundwand am Elbufer mit Außenhafen ausschreiben, Anfang 2007 folgt die Ausschreibung der eigentlichen 190 Meter langen Schleuse ", sagte Täger.

Demnach könnte schon Mitte des nächsten Jahres die Grundsteinlegung für die Kammer in Spundwandbauweise sein. Rund 9100 Kubikmeter Stahlbeton sollen verbaut werden, 196 000 Kubikmeter Nassbaggerarbeiten seien nötig. Die Bauzeit schätzte Täger mit etwa drei Jahren ein.

 



 

 

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