Magdeburger Hafen

Freitag, 01. April 2005, 10:21 Uhr

Magdeburger Hafen

wird weiter ausgebaut

Presseschau

MDR.DE Nachrichten vom Freitag dem 1.April 2005

Magdeburger Containerhafen wird weiter ausgebaut

Der Magdeburger Containerhafen wird weiter ausgebaut. Bis 2008 sollen eine Kai-Anlage und ein Verladeterminal entstehen. Der Bau einer Niedrigwasserschleuse soll vom Bund finanziert werden. Wirtschaftsminister Rehberger mahnte die Bundesregierung, ihre Verpflichtung einzuhalten und die Gelder nicht "abzublocken".

Mitteldeutsche Zeitung vom 31.03.05

Schifffahrt: Schleuse am Magdeburger Hafen gefordert

Wirtschaftsminister Rehberger: Bund muss seine Zusagen Einhalten. Den zügigen Bau einer Niedrigwasserschleuse am Magdeburger Hafen hat Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Horst Rehberger (FDP) angemahnt.

"Mit großer Sorge betrachte ich Aussagen des Bundes, dass die Mittel für den Bau dieser Schleuse abgeblockt sind"

sagte er am Donnerstag bei einer Hafenrundfahrt. Die 25-Millionen Euro teure Schleuse sei jedoch bedeutender Bestandteil des bereits übergebenen Wasserstraßenkreuzes.

Bundesverkehrs-Staatsekretär Ralf Nagel (SPD) hatte dazu bereits den Grundstein gelegt.

"Viele Investoren haben im Hinblick auf die Zusage des Bundes geplant, ein Verschieben des Projekts hätte erheblichen Zeitverzug bei der Wirtschaftsentwicklung im Hafen zur Folge"

, sagte der Minister. Am 12. April soll es zu Verhandlungen zwischen Bauminister Karl-Heinz Daehre (CDU) und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) kommen, kündigte Rehberger an.

Unterdessen geht der Bau des künftigen Hansehafens zügig voran. Neben einer neuen Kaianlage entsteht auf einem 40 Hektar großen Areal im Norden Magdeburgs in den nächsten Jahren ein modernes Verladeterminal. Es soll sowohl den Containerumschlag vom Schiff auf Eisenbahnwaggons als auch auf Lastwagen gestatten. Das Wirtschaftsministerium hatte der Hafen GmbH im Jahre 2003 einen Fördermittelbescheid über 18,5 Millionen Euro überreicht, jetzt sind bereits die Spundwände der künftigen 760 Meter langen Kaianlage für den Containerumschlag in den Boden gerammt und Planierungen des Geländes laufen.

"Für derartige Transporte auf dem Wasser gibt es ein enormes Entwicklungspotenzial"

sagte Hafenchef Karl-Heinz Ehrhardt. Während 1999 im Magdeburger Hafen lediglich 644 Container umgeladen wurden, seien es im Jahr 2004 schon fast 10 000 Einheiten gewesen. Auch der Produzent von Windenergie-Anlagen Enercon will künftig den Hansehafen als Umschlagsplatz seiner Großteile nutzen.

"Wir brauchen dringend diesen ganzjährig schiffbaren Hafen, um allein die 53 Meter langen und 23 Tonnen schweren Rotorblätter unserer Großanlagen auf die Schiffe verladen zu können"

sagte Enercon- Vertriebsleiter Frank Ihme.

Volksstimme.de vom 01.04.2005

Gute Nachrichten und eine bittere Pille/ Land will sich für zügigen Bau der Schleuse einsetzen: Neuer Hafen auf gutem Weg: 750 Meter langer Kai gerammt

Magdeburgs neuer Hafen entwickelt sich: 750 Meter Spundwände für den neuen Kai am Rothenseer Verbindungskanal sind bereits geschlagen, eine 1, 7 Kilometer lange Verbindungsstraße ist „in Arbeit“. Landeswirtschaftsminister Horst Rehberger lobte gestern bei seinem Besuch den Fortschritt am neuen Hansehafen. Die bedrückende Nachricht: Der Bau der Niedrigwasserschleuse ist erneut in Gefahr.

Magdeburg: Das passte haargenau ins Szenarium des Minsterbesuchs gestern Vormittag im entstehenden Hansehafen: Am beengtem Kaiabschnitt ein paar hundert Meter entfernt von der 35-Millionen-Euro-Baustelle schwebten 53 Meter lange Rotorblätter am Kranhaken: Von Enercon gefertigte Teile für ihre Windkraftanlagen wurden per Schiff auf Reisen geschickt. Das soll künftig im neuen Hansehafen geschehen. Chancen für ein „Duisburg des Ostens“.

Das wachsende Unternehmen, an der Peripherie des 40 Hektar großen künftigen Hafengeländes am Rothenseer Verbindungskanal gelegen, warte dringlichst darauf, dass die eigens für ihre Produkte vorgesehene Schwerlastplatte fertig wird. Das helfe die Produktivität zu steigern, die Zahl der Arbeitsplätze von derzeit 2500 auf 3000 in Magdeburg zu erhöhen, sagte Frank Ihme, Niederlassungsleiter.

Auch dafür fraßen sich gestern Bagger ins Erdreich. Aktivitäten gleichfalls für die 1,7 Kilometer lange Verbindungsstraße zum August-Bebel-Damm/A 2, die über drei Kilometer lange Hafenbahntrasse ist in Angriff genommen.

Der Ausbau des Hansehafens sei auf gutem Weg, schlussfolgerte Landeswirtschaftsminister Horst Rehberger bei seinem Besuch vor Ort. Die optimale Lage an Autobahn, Wasserstraßenkreuz und Hauptlinie der Bahn bieten dem Magdeburger Hafen insgesamt beste Chancen, zum „Duisburg des Ostens“ aufzusteigen, sagte er.

Mit einem Fördermittelbescheid über 18,5 Millionen Euro hatte der Minister den Hansehafen auf den Weg gebracht. Seit Baustart im Oktober 2004 sind rund 750 Meter Spundwand für die künftig fast 1,5 Kilometer lange Kaimauer gerammt. Die Stadt will 35 Hektar der Hafenfläche für Industrieansiedlungen vermarkten; damit entstehen neue Arbeitsplätze, erklärte Wirtschaftsbeigeordneter Klaus Puchta.

Entscheidende Voraussetzung für die ganzjährige Nutzung des Hansehafens unabhängig vom Wasserstand der Elbe ist allerdings der Bau einer Hafenschleuse. Kosten: ca. 50 Millionen Euro. Das ist im Verkehrsprojekt 17 Deutsche Einheit als Bestandteil vom Wasserstraßenkreuz vorgesehen. In diesem Zusammenhang die bittere Pille: Zwar hatte erst im Vorjahr das Bundesverkehrsministerium den baldigen Baustart für die Hafenschleuse angekündigt. Der Termin war sogar schon auf Ende 2005/Anfang 2006 fixiert worden.

Inzwischen aber steht das Vorhaben angesichts der Haushaltslage schon wieder terminlich auf wackligen Füßen. Dabei haben viele der jetzigen und auch künftigen Investoren im Umfeld des Hafens auf die Zusagen des Bundes vertraut. Die Landesregierung hoffe auf positive Klärung, hieß es.

Das ist auch der größte Wunsch von Hafen -GmbH Chef Karl-Heinz Ehrhardt. Der sieht vor allem im Containerumschlag ein enormes Entwicklungspotenzial. Im geplanten Terminal sollen jährlich 20000 Container umgeschlagen werden. Dabei soll auch weiter vom Chinageschäft profitiert werden. Im Vorjahr brachte es über 2 Millionen Euro ein.

Von Karl-Heinz Kaiser (VS)

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