Magdeburgs Zukunft liegt am Wasser - Wissenschaftler und Stadtplaner setzen auf Elbe als Entwicklungsmotor

Donnerstag, 28. September 2006, 11:21 Uhr

Magdeburgs Zukunft liegt am Wasser - Wissenschaftler und Stadtplaner setzen auf Elbe als Entwicklungsmotor

Magdeburg 2020: Diskussionen über Stadtzukunft zum Fest der Wissenschaft Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg, Magdeburg, 25. September 2006

Die Landeshauptstadt Magdeburg muss in den nächsten Jahren verstärkt auf das Entwicklungspotential der Elbe setzen, um die innovative Stadtentwicklung voran zu treiben. Darin sind sich Wissenschaftler, Stadtplaner und Marketingexperten einig. Sie diskutierten am vergangenen Wochenende unter dem Motto "Magdeburg 2020" Visionen für die Landeshauptstadt. Die Diskussionsrunden fanden anlässlich des ersten Festes der Wissenschaft im neuen Wissenschaftshafen statt, das unter der Überschrift "Alltag 2020_Zukunft_Visionen" Zukunftsmusik, Trends für die Entwicklung Magdeburgs und Szenarien für den künftigen Alltag in den Fokus rückte.

Magdeburg habe demnach ähnliche Entwicklungsmöglichkeiten wie das kalifornische Silicon Valley. Dort hätten auch Studenten einst eine zündende Idee gehabt, die die gesamte Region berühmt gemacht habe, sagte Graham Horton, Dekan der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Für Magdeburg schwebe Horton ein "Silicon River" vor. Denn im Zeitalter von Dienstleistungen und neuen Technologien habe Magdeburg rund um die Elbe ein sehr gutes Entwicklungspotential. "Wir sitzen mitten drin", sagte Horton und verwies auf die Magdeburger  Forschungseinrichtungen und die Studenten der Universität und der Hochschule, die örtlich so eng nebeneinander arbeiten und noch enger zusammen forschen und entwickeln müssten. Ein "Silicon River" strahle Wirtschaftskraft, Mut und auch Selbstbewusstsein der Landeshauptstadt aus. In 50 Jahren, so Hortons Vision, könne es Magdeburg im Dienstleistungsbereich so gut gehen wie noch vor 100 Jahren im Maschinenbau.

Studenten und jungen Leuten sprach auch Dr. Eckhart Peters, Leiter des Magdeburger Stadtplanungsamtes, eine wichtige Schlüsselrolle zu. Er hoffe, dass das Leben an der Elbe im Magdeburg des Jahres 2020 wieder eine stärkere Bedeutung habe, dass mehr Leute bis dahin zur Elbe ziehen würden. Denn hundert Jahre alte Visionen, sich vor allem mit natürlichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen, hätten nichts an Kraft verloren, so Peters. Peters wünsche sich für Magdeburg ein ähnliches Flair rings um die Elbe wie beispielsweise in Dresden oder Hamburg. Dazu bedürfe es jedoch noch einer größeren Begeisterung der Magdeburger für ihre Stadt.

Um diese Begeisterung und ein neues Selbstbewusstsein der Stadt und ihrer Bewohner zu entwickeln, müsse man vor allem Erfolge haben, auf die man stolz sein könne, meinte Klemens Gutmann, Geschäftsführer der regiocom GmbH. Das mache die eine Hälfte von neuem Selbstbewusstsein aus. Die andere bestehe darin, sich die Erfolge auch einzugestehen. Und eben da hätte Magdeburg Nachholbedarf. Denn "man kann Magdeburg phantastisch herzeigen" - schon heute, so Gutmann. Die Magdeburger sollten seiner Meinung nach stärker erkennen, dass beispielsweise Besucher und Touristen von der Stadt beeindruckt sind und Magdeburg mit einem sehr positiven Eindruck wieder verlassen.

Horton, Peters und Gutmann waren am vergangenen Wochenende drei von etwa 30 Diskutanten, die zum Fest der Wissenschaft ihre Visionen für die Landeshauptstadt zur Debatte stellten. Gemeinsam mit interessierten Zuhörern diskutierten sie, wie es in Magdeburg in den nächsten Jahren voran gehen könnte. Die Gespräche fanden in einem denkbar inspirierenden Ambiente statt, denn das Fest der Wissenschaft wurde im neuen Magdeburger Wissenschaftshafen abgehalten. Der Wissenschaftshafen wird in den nächsten Monaten und Jahren ein virtuelles Entwicklungszentrum, High-Tech-Gebäude und Gründerzentren beherbergen, er ist ein Symbol für den Strukturwandel Magdeburgs.

Die Besucher des Festes der Wissenschaft konnten sich an den zwei Festtagen einen Eindruck davon machen, wie weit die Arbeiten im neuen Wissenschaftshafen bereits fortgeschritten sind. Neben den Diskussionen bot sich den Magdeburgern die Möglichkeit, sich auf einen virtuellen Rundgang durch den neuen Hafen zu begeben, sich im alten Getreidesilo bei der Ausstellung "Stadtvisionen" ein Bild von Magdeburgs Zukunft zu machen oder direkt im Hafenbecken ein Forschungsschiff und ein neues Pontonhausboot zu entern. Außerdem gab es ein spannendes Unterhaltungsprogramm zu erleben, das mit TIGERENTEN CLUB-Mitmach Show, Roboterkursen und Experimentiershows vor allem Abwechslung für Kinder und Familien bot. Den Abschluss des Festes der Wissenschaft bildeten eine Lasershow und ein Feuerwerk direkt über dem nächtlichen Wissenschaftshafen.

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