Mehr Power auf der Elbe

Freitag, 06. November 2009, 18:11 Uhr

Mehr Power auf der Elbe

SVZ.de, 06. November 2009, von Hanno Taufenbach

WITTENBERGE - Hubert Finke hat allen Grund zur Freude. Der Leiter des Wittenberger Außenbezirks hat seit mehreren Jahren um ein Baggerschiff mit dieser technischen Ausrüstung gekämpft. "Damit wollen wir den Schwimmgreifer ’Drossel’ ersetzen", sagt Finke. Dieser sei "für die notwendigen Arbeiten an der Elbe unterdimensioniert".

Deshalb haben Hubert Finke und seine Kollegen besonderen Wert auf die Auslage, also die Reichweite des Schwimmbaggers, gelegt. Eingesetzt werde das Schiff in erster Linie für Unterhaltungsarbeiten am Fluss. Im Buhnen- und Böschungsbereich sowie durch wandernde Sandbänke gebe es reichlichen Handlungsbedarf. "Wir haben nach wie vor einen enorm großen Unterhaltungsrückstand", erklärt Finke. Ursache seien auch im 20. Jahr des Mauerfalls der frühere Grenzverlauf im Elbabschnitt Wittenberge-Dömitz sowie ökologische Maßnahmen in der jüngeren Vergangenheit.

Bemerkenswert sei der geringe Tiefgang des 36 Meter langen und knapp zehn Meter breiten Schiffes. Sie betrage lediglich 90 Zentimeter. "Auch das war eine Forderung von uns, damit wir ungefährdet auch bei Niedrigwasser arbeiten können", erklärt Finke.

Die Schiffstaufe erfolgte in der vergangenen Woche auf der Genthiner Werft. In dieser und in der kommenden Woche seien noch Restarbeiten erforderlich. Unter anderem werde der 50 Tonnen schwere Schwimmbagger auf dem Schiff befestigt, müsse die Schiffuntersuchungskommission ihr technisches Okay geben, so dass die "Elbstrom" erst Ende des Monats in Wittenberge erwartet wird.

"Wir beginnen dann umgehend mit Übungsarbeiten, um praktische Erfahrungen zu sammeln", kündigt Finke an. Das sei angesichts der Fülle neuer Technik an Bord zwingend erforderlich. Zwei Wittenberger Mitarbeiter des Schifffahrtsamtes betreten völliges Neuland. "Sie haben die Bauaufsicht auf der Werft wahrgenommen, wochenlang den Bau begleitet, so dass sie sich theoretisch bereits auskennen."

Für die Genthiner Werftarbeiter war dies binnen kürzester Zeit der nunmehr dritte Auftrag zum Bau eines Hydraulikschwimmbaggers. Als erstes Schiff dieser Reihe wurde im Mai die "Stove" fertiggestellt, es folgte Ende August die "Hude".

Dieser dritte Auftrag sicherte nach Werftangaben etwa 40 eigenen Mitarbeitern und von Fremdfirmen für die Dauer von acht Monaten die Vollbeschäftigung.

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