Meinung eines Bürgers der Stadt Halle zum Ausbau des Saale Seitenkanals bei Tornitz

Dienstag, 18. März 2008, 09:02 Uhr

Meinung eines Bürgers der Stadt Halle zum Ausbau des Saale Seitenkanals bei Tornitz

Dipl. Ing. Wolfgang Meissner

In der Debatte um den Ausbau der Saale und insbesondere über den Bau des Saale -Seitenkanals  bei Tornitz sind viele Argumente darüber ausgetauscht worden, welche wirtschaftlichen Vorteile dieser Ausbau bringen würde.

Mit der Aufnahme der Saale in den vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes hatte die Bundesregierung gleichzeitig eine gründliche Prüfung des Vorhabens durch unabhängige Gutachter zur Wirtschaftlichkeit und zum Umweltschutz verlangt. Als Ergebnis der Voruntersuchung ist die Wirtschaftlichkeit und Hochwasserneutralität nachgewiesen und festgestellt worden.

Das Vorhaben wurde damit Bestandteil der Projektliste im Investitionsrahmenplan des Bundes. 

Vor kurzem konnte ich in der Tagespresse lesen, dass das Raumordnungsverfahren für den Saale - Seitenkanal eröffnet wurde. Ich denke, dass damit ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan worden ist.  

Erhebungen zufolge könnten, wenn die Saale zukünftig auch im letzten Abschnitt von Calbe bis zur Elbe durchgängig schiffbar wäre bis zu ca. 2,3 Millionen Tonnen Güter pro Jahr, statt über die Straße, über die Saale transportiert werden. Mit dem Schiff transportieren, heißt mit minimalstem Energieaufwand Güter zu transportieren. Außer einer Entlastung der Straßen wird gleichzeitig erreicht, dass der Ausstoß von CO² reduziert wird. Ein wichtiger Schritt zum nachhaltigen Umweltschutz, der weltweit  gefordert wird.

Der Ausbau wird außerdem dazu beitragen, dass der bereits ausgebaute Hafen Halle mehr Güter umschlagen wird. 

Darüber hinaus wird ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der weichen Standortfaktoren für die Stadt Halle (Saale) geleistet, denn hinsichtlich der Aufwertung der Stadt aus touristischer und freizeitlicher Sicht und als Wohnstandort wird damit eine gute Grundlage und Voraussetzung geschaffen, für die überregionale Wahrnehmung der Stadt Halle als „Stadt am Fluss“. 

Hier korrespondiert das Vorhaben der Stadt Halle im Rahmen der Projekte zur internationalen Bauausstellung (IBA) im Bereich der Saline eine Schiffsanlegestelle, „Elisabethhafen“ zu schaffen.  

Dipl.Ing. Wolfgang Meissner

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