Minister nimmt sich Zeit

Freitag, 07. November 2008, 14:02 Uhr

Minister nimmt sich Zeit

Karl-Heinz Daehre steht Mittelständlern Rede und Antwort

mz-web.de 05.11.08 VON HEIDI THIEMANN

Halle/MZ. DESSAU

 

"Der Richter hat einen Vergleich angeboten, wir sind bereit ihn anzunehmen", sagt Karl-Heinz Daehre (CDU). Kurz hatte der Bauminister am Mittwochnachmittag das Treffen mit Unternehmern in Dessau verlassen, um telefonisch die wichtige Information entgegenzunehmen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte gerade über den letzten noch strittigen Bauabschnitt der "Nordharzautobahn" B 6n bei Bernburg verhandelt. Jetzt, hofft Daehre, wird es zügig mit dem Bau weitergehen können. Nicht nur für Bernburg, auch für Köthen und nicht zuletzt für Dessau-Roßlau ist die Ost-West-Trasse wichtig. Verbindet die Verkehrsader doch künftig die Region mit Niedersachsen. Der Teil um Bernburg und Köthen sei in Planung. Wann der Bau allerdings fertig wird - Daehre äußerte sich nicht.

Eingeladen vom Kreisverband Anhalt-Zerbst und Dessau des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, gab der Minister im Gebäude der Dekra-Niederlassung Dessau einen kurzen Abriss über wichtige infrastrukturelle Fragen im Land, insbesondere in Anhalt. Betonte die Bedeutung von Dessau als drittes Oberzentrum und lobte die Fusion mit Roßlau als wichtigen Schritt dazu: "Als Mittelzentrum hätte Dessau im anhaltischen Bereich an Bedeutung verloren."

Daehre fasste sich kurz, schließlich war der Besuch zeitmäßig begrenzt, und so wollte er vor allem wissen, was die Unternehmer bewegt. Eine ganze Menge. Etwa das Nadelöhr Zerbster Brücke in Roßlau. Wenn der vierstreifige Ausbau der B 184 zwischen Dessau und Roßlau beendet ist, bejahte Daehre, müsse die Brücke in Angriff genommen werden. Frühestens im nächsten Jahr, wenn der Bundesverkehrswegeplan fortgeschrieben wird, könne etwas zum Zeitraum gesagt werden. Eine Ortsumgehung in Roßlau sei momentan jedoch "kein Thema".

Kein Thema ist auch weiterhin die Elbebrücke bei Aken. "Eine private Finanzierung rechnet sich nicht." Aber können die Anlieger am Roßlauer Hafen damit rechnen, dass die Elbe verlässlich als Wasserstraße genutzt werden kann? Der Minister ist zuversichtlich. "Wir werden in ein paar Jahren dankbar sein, eine Wasserstraße zu haben." Die Transportverlagerung auf die Straße bzw. Schiene werde an Grenzen stoßen. Gut sei, "dass der Zustand an der Elbe vor 2002 wieder hergestellt wird." 1,60 Meter Tiefe für die Schifffahrt sind angestrebt. "Die Elbe soll freifließend bleiben", betonte er. "Keiner will eine Staustufe bauen."

Die Zukunft der Häfen in Sachsen-Anhalt spielte anschließend auch bei Daehres erstem Besuch im Roßlauer Hafen eine Rolle. Dabei ging es außerdem um den Kran Fritz. Er soll eine Erweiterung hinsichtlich des Schienennetzes für den Containerverkehr erhalten.

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