Mitgliederversammlung des VHdS e.V.

Montag, 10. Mai 2004, 13:08 Uhr

Mitgliederversammlung des VHdS e.V.

VHdS e.V. zieht erfolgsreiche Jahresbilanz

Auf das erfolgreichste Jahr in seiner Vereinsgeschichte kann der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) zurückblicken. Das konnte VHdS-Präsident Manfred Sprinzek auf der Mitgliederversammlung am 3. Mai eindrucksvoll belegen.

Im Juli 2003 beschloss das Bundeskabinett den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Darin wurde die Saale mit der Vollendung des Ausbaus bis zur Elbmündung in den vordringlichen Bedarf des BVWPL eingeordnet und mit Fußnoten versehen. Damit hatte der VHdS ein politisches Ziel erreicht: Nach dem Aus für die Staustufe bei Kleinrosenburg war mit dem Schleusenkanal Tornitz ohne Wehr eine Alternative zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen und damit der gesamten Infrastruktur Sachsen-Anhalts entwickelt worden. Diese Alternative ist nachweislich hochwasserneutral, umweltverträglich und wirtschaftlich. Für das Ausbauvorhaben konnte der VHdS einen breiten Konsens herstellen: Alle Parteien in Bund und Land (außer Bündnis 90/ Die Grünen) sowie die übergroße Mehrheit der Bevölkerung stehen zum Saaleausbau.

Die Erfolge des VHdS für die Nutzbarkeit der Saale als Wasserstraße kommen nicht von ungefähr: Unermüdlich suchte Manfred Sprinzek das Gespräch mit Politikern, Entscheidern und auch Ausbaugegnern. Der VHdS beteiligte sich an Foren, initiierte Veranstaltungen, informierte die Öffentlichkeit regelmäßig über den Fortgang der Entwicklung. Wie groß das Informationsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger ist, zeigen auch die stetig wachsenden Zugriffe auf die VHdS-Homepage www.saaleverein.de. Mit dieser breit angelegten und aktiven Öffentlichkeitsarbeit konnten die meisten Zweifler mit Argumenten überzeugt werden, die auch wissenschaftlichen Nachprüfungen Stand halten. Nun werden den politischen Entscheidungen Taten folgen: Das Raumordnungsverfahren für den Schleusenkanal Tornitz ohne Wehr kann in Kürze beginnen, wurde von den Verkehrsministerien von Bund und Land Sachsen-Anhalts signalisiert.

Der politische Kampf gegen die Vollendung des Saaleausbaus war leider sehr oft vom BUND und Bündnis 90/Die Grünen mit falschen populistischen Argumenten geführt worden. Dabei war den selbst ernannten Umweltschützern beinahe jedes Mittel recht.

"Dass dabei die Printmedien und mehrere Fernsehsender ausschließlich die Argumente des BUND verbreiteten, ist nach wie vor ein Phänomen für mich"

bekennt Manfred Sprinzek.

"Dabei geht es in Ostdeutschland mit der Nutzung der Wasserwege besonders um die Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung und um die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen."

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung begaben sich die Mitglieder des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt und ihre Gäste auf "Kreuzfahrt" über die "Große Acht", das Wasserstraßenkreuz Magdeburg. An Bord des Motorschiffs "Sachsen-Anhalt" , das auch an der Schiffsdemo anlässlich des Besuches von Umweltminister Trittin am 07.08.2003 in Magdeburg teilnahm, konnte der VHdS-Präsident unter anderen begrüßen: Ministerialrat Hartmut Dehn vom Bundesministerium für Bau, Verkehr und Wohnungswesen, Andreas Rist vom Ministerium für Bau und Verkehr Sachsen-Anhalt, Pressesprecher Reiner Lampe vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, den stellver-tretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Magdeburg Siegfried Zander und seinen Amtskollegen der IHK Halle-Dessau, Reinhard Schröter sowie den Vorsitzenden des Umweltausschusses im Landtag von Sachsen-Anhalt, Gerhard Ruden (CDU). Der Einladung folgten auch Vertreter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost, des Landkreises und der Stadt Bernburg, des Wasser- und Schifffahrtsamtes Madeburg und vom Institut für Geologie- und Bergbauwesen Halle. Baudirektor Rolf Lack, Amtsvorstand des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg, fungierte als sachverständiger "Reiseführer".

Die Passagiere waren fasziniert von der technischen Meisterleistung, die für die Binnenschifffahrt vollbracht wurde.

"Das große Wasserstraßenkreuz ist aber nicht nur eine deutliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur Sachsen-Anhalts"

stellte Rolf Lack fest.

"Es ist auch ein touristischer Anziehungspunkt für Tausende Menschen und eine Naherholungsattraktion für die Magdeburger."

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