Mittellandkanal: Wichtige Ost - West - Wasserstraße

Dienstag, 25. Oktober 2005, 09:20 Uhr

Mittellandkanal: Wichtige Ost - West - Wasserstraße

Positive Leistungsbilanz

Transportzahlen stiegen weiter an

Volksstimme Magdeburg, 19.10.2005

Von Matthias Pavel

Calvörde. Der Mittellandkanal ist die einzige Ost – West – Wasserstraße Norddeutschlands und mit 321 Kilometer Länge gleichzeitig der längste Kanal Deutschlands. Der künstlichen Wasserstraße kommt eine enorme wirtschaftliche Bedeutung zu.

Einerseits verbindet der Mittellandkanal das Ruhrgebiet direkt mit dem Osten, wie zum Beispiel Berlin oder auch Polen.

Anderseits verläuft er an wichtigen Industriegebieten in Ibbenbüren, Minden, Hannover, Braunschweig und Magdeburg vorbei.

Mittels vieler Stichkanäle werden darüber hinaus weitere Industriegebiete erschlossen wie beispielsweise Osnabrück, Salzgitter und Hildesheim.

Mit der Fertigstellung des Wasserstraßenkreuzes sowie der Trogbrücke in Magdeburg Rothensee ist laut Statistik des Elektronischen Wasserstraßen - Informationssystems eine deutliche Zunahme des Binnenschiffverkehrs zu verzeichnen. Allein für das Schiffshebewerk in Rothensee stieg die Anzahl der Schiffspassagen von 848 im Jahr 2002 auf 1207 im Jahr 2003.

Im gleichen Zeitraum stieg die Menge der transportierten Güter von 392 000 auf 501 000 Tonnen. Den größten Anteil machten dabei Kohle mit 19 Prozent, Baustoffe mit 14,5 und Nahrungs- und Futtermittel mit 9,5 Prozent aus. Bei km 283 des Mittellandkanals passieren die Schiffe Calvörde.

 

Jubiläum 100 Jahre Mittellandkanal

BDB betont positive Leistungsbilanz  

BinnenSchifffahrtsReport Nr.2/2005

Nach dem Ausbau des Mittellandkanals und der Fertigstellung des ‚Projekts 17' hat die Wasserstraßen – West - Ostverbindung bis Berlin einen westeuropäischen Ausbaustandard für moderne Motorgüterschiffe erreicht.

Der Ausbau des Kanals ist mehr als nur ein innerdeutsches Bauvorhaben, das die wirtschaftliche Entwicklung vor allem nach der Vereinigung Deutschlands fördert. Durch die Öffnung des osteuropäischen Marktes und die Erweiterung der EU wird der 325 Kilometer lange Mittellandkanal - noch stärker - Teil einer europäischen Verkehrsstruktur, die sich an ökologischen Forderungen orientiert und Wirtschaftswachstum und Wohlstand ermöglicht, ohne dass dies auf Kosten der Umwelt geht!", erklärte Heinz Hofmann, Präsident des BDB und der Europäischen Binnenschifffahrts Union (EBU), anlässlich der Festveranstaltung „100 Jahre Mittellandkanal“, die Anfang April 2005 in Hannover stattfand.

Hofmann verwies zugleich auf die immer noch in weiten Teilen unbekannte Leistungsbilanz der Binnenschifffahrt: „Deutschland verfügt über ein – gemessen an Bahn und Schiene - kleines, in bezug auf die Transportleistung aber wichtiges Wasserstraßennetz, auf dem fast so viele Güter wie auf dem Schienennetz transportiert werden.

Die Transporte mit dem Binnenschiff werden ohne störende Belästigung der Bevölkerung und ohne nennenswerte ökologisch nachteilige Auswirkungen nahezu unbemerkt abgewickelt. Das System Binnenschifffahrt/Wasserstraßen ist also umweltfreundlich, energiesparend, sicher und kostengünstig.“, so das Fazit des BDB-Präsidenten.    

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