Nebeneinander von Schifffahrt und Natur

Mittwoch, 16. Januar 2008, 14:17 Uhr

Nebeneinander von Schifffahrt und Natur

Rolf Lack zerstreut Befürchtungen über Zerstörung der Elbe

LZ, 12.01.2008

stb. Adendorf. Die Elbe liegt Rolf Lack ebenso am Herzen wie den Naturschützern. Allerdings sieht er im Gegensatz zu ihnen  keinen Widerspruch zwischen der Schifffahrt auf der einen Seite und der Naturbelassenheit der Elbe auf andere Seite. „Ich sehe keine Hindernisse“, meint der stellvertretende Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Elbstromgebietes mit Sitz im Hamburg und Magdeburg. In dem Verein haben sich etwa  Binnenschiffer, Spediteure und Redereien für die Containerschifffahrt zusammengeschlossen.

Rolf Lack meint, man müsse unterscheiden: „Die Unterelbe soll in der Tat für den Hamburger Hafen vertieft werden, oberhalb von Geesthacht bis Melmik in Tschechien jedoch nicht “, sagt der Adendorfer , der 15 Jahre Leiter des  Wasserschifffahrtsamtes (WSA) Magdeburg und zuvor beim WSA Lauenburg beschäftigt war.

Niemand plane die Elbe auszubaggern und zu betonieren. Auch wenn der Fluss bis 2010 an mindestens 345 Tagen im Jahr schiffbar sein soll. „Die dafür nötige Tiefe von 1,60 Meter wird nur durch die Instandsetzung der vorhandenen Buhnen erreicht. Buhnen-Neubauten sind vom Bundesverkehrsministerium verboten.“

Lediglich Untiefen würden ausgebaggert – „aber nicht durchgängig“, ergänz Lack. Auch die Befürchtung der Naturschützer, Staustufen würden errichtet, zerstreut er und weist auf die immensen Kosten hin: „Das wären 20 Anlagen zu je 500 Millionen Euro.“

Dass die Elbe größere Bedeutung für die Schifffahrt gewinne, sei für ihn zweifelsfrei. „Der Hamburger Hafen hat Sorgen die Container ins Hinterland zu bekommen. Die Bahn verkraftet keinen Zuwachs mehr und die Straßen sind mit Lkw voll.“  Es wäre Verschwendung, die Elbe nicht einzubinden, erklärt  der Adendorfer.

Er wünscht sich, dass alle, die sich für die Zukunft der Elbe einsetzen, an einem Tisch zusammenkommen – trotz unterschiedlicher Interessen. „wir müssen weiterkommen.“

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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