Neue Seeverkehrsprognose

Freitag, 01. Juni 2007, 17:58 Uhr

Neue Seeverkehrsprognose

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die PLANCO Consulting GmbH aus Essen eine neue Seeverkehrsprognose erstellt. Danach werden im Jahr 2025 rund 759 Mio. t umgeschlagen. Knapp die Hälfte davon wird Containergut (ohne Eigengewicht) sein. Um diese Menge zu bewältigen, werden in den deutschen Seehäfen 45 Mio. TEU umgeschlagen werden.Die von den Gutachtern für Hamburg in Aussicht gestellten Entwicklungen sind glänzend. 2025 werden in Hamburg mit 337 Millionen Tonnen weit mehr Güter umgeschlagen als in allen deutschen Seehäfen im Jahr 2004 zusammen. Der Gesamtumschlag soll danach um jährlich durchschnittlich 5,3 Prozent wachsen. Der Containerumschlag soll sogar um durchschnittlich 6,8 Prozent im Jahr zulegen, so dass im Jahr 2025 knapp 28 Mio. TEU in Hamburg umgeschlagen werden. Ähnliche Entwicklungen prognostizierte bereits das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik gemeinsam mit Global Insight. Sie rechnen damit, dass im Jahr 2015 rund 18 Mio. TEU in Hamburg umgeschlagen werden. Das heißt, dass der Hamburger Hafen bis 2015 seinen Umschlag verdoppelt und bis 2025 gar verdreifacht.                                  

Legt man die Daten der neuen Seeverkehrsprognose zu Grunde, dann wird Hamburg im Jahr 2012 Rotterdam als größten europäischen Containerhafen ablösen.                                                                                                                                                                                   

Die Daten der Seeverkehrsprognose bilden die Grundlage für den neu aufzustellenden Bundesverkehrswegeplan. An den prognostizierten 45 Mio. TEU für Deutschland bzw. den 28 Mio. TEU für Hamburg kommt nun kein Planer mehr vorbei. Die Daten machen eines deutlich: Die Bundesregierung muss in die Hafenhinterlandinfrastruktur investieren. Im Hinterlandverkehr stoßen Straße und Schiene bereits heute an Kapazitätsgrenzen. Insofern ist der Aus- und Neubau von Verkehrstrassen im Umfeld der Seehäfen dringend erforderlich. Dies schließt insbesondere die Belebung der bisher unzureichend genutzten und noch Kapazitätsreserven aufweisenden Verkehrsader Elbe ein.

 

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