Niedrigwasserschleuse Magdeburg

Samstag, 03. März 2007, 13:11 Uhr

Niedrigwasserschleuse Magdeburg

PM des Wasserstraßen - Neubauamtes Magdeburg

„Baulos 5 mit Schleuse und Pumpwerk am 01.03.2007 europaweit veröffentlicht“

Zur Schaffung ganzjährig ausreichender Wasserstände im Rothenseer Verbindungskanal und den anschließenden Häfen, unabhängig von Elbniedrigwasserperioden, ist es vorgesehen, im südlichen Abschnitt des Rothenseer Verbindungskanals zur Elbe eine Schleuse zu bauen, die nur bei niedrigen Elbwasserständen betrieben wird und bei höheren Elbwasserständen zur freien Durchfahrt offen steht. Mit Hilfe eines Pumpwerkes wird der Wasserstand im Rothenseer Verbindungskanal bei Elbniedrigwasser so reguliert, dass die Schiffe dort in Zukunft ganzjährig mit voller Tauchtiefe verkehren können.

Es ist vorgesehen, den Wasserstand zwischen NN + 39,60 m und NN + 39,80 m zu halten, d. h. der Kanal (Sohle NN + 35,60 m) wird in Zukunft mindestens 4,0 m Wassertiefe haben. Die beschriebene Lösung zum vollschiffigen Anschluss der Häfen ist das Ergebnis umfangreicher Voruntersuchungen. Die strombauliche Situation der Elbe wurden ebenso berücksichtigt wie die gesamte Altlastensituation innerhalb des Industriegebiets Magdeburg-Rothensee im Umfeld der Hafenanlagen.

Für das Gesamtprojekt wurde ein Planfeststellungsverfahren nach Wasserstraßengesetz durchgeführt und mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 29.01.2004 erfolgreich abgeschlossen. 

Den Auftakt für die Realisierung des Projektes bildete der Düker- und Dalbenrückbau im Jahr 2006. Durch diese Rückbaumaßnahme wurde das Baufeld am Standort der Schleuse bereitet. Das Gesamtprojekt ist in zwei Hauptbaulose aufgeteilt: Vorhäfen und Elbuferspundwand einerseits sowie Schleuse und Pumpwerk andererseits. 

Das Baulos Vorhäfen und Elbuferspundwand wurde im Dez. 2006 beauftragt. Mittlerweile hat die Bauausführung mit der Kampfmittelsuche und -räumung begonnen, umfangreiche Nassbagger-, Spundwand- und Sohlsicherungsarbeiten werden sich anschließen.

Das Hauptbaulos mit Schleuse und Pumpwerk wurde am 01.03.2007 in einem europaweiten Vergabeverfahren veröffentlicht.

Hauptbauleistungen sind die Erstellung der Baugruben für die Häupter sowie diese massiven Häupter selbst. Aufbauend auf den Häuptern werden Türme erbaut, die als Führung für die Hubtore dienen und zusätzlich die erforderlichen Betriebs- und Wartungsräume beherbergen. Die Kammer wird in Spundwandbauweise ausgeführt.

Der gesamte Bau erfolgt unter Aufrechterhaltung des Schiffsverkehrs im Rothenseer Verbindungskanal. Daher kann das Pumpwerk erst nach Fertigstellung der Häupter und der Kammer angegangen werden. In dieser Bauphase wird der durchgehende Verkehr dann durch die fertige, aber noch nicht betriebsbereite Kammer geleitet.

Wenn die Schleuse fertig gestellt ist, wird die Steuerung per Fernwirkung von den Schleusen am Wasserstraßenkreuz aus realisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://wna-magdeburg.wsv.de

Henrik Täger

Leiter des Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg

Kleiner Werder 5c

39114 Magdeburg

Tel.: (0391) 535 - 2200

Fax: (0391) 535 - 2114

E-Mail: h.taeger@wna-md.wsv.de

 

 

Galerien

Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

Aktuelles

Neuigkeiten per RSS Button

Saaleinfo Newsletter

Redaktion © VHdS e.V.
Grafik, Layout © 2005-2018 atnexxt – Agentur für Design und E-Business, Webdesign in Halle (Saale)