Prag treibt das Projekt Elbe-Staustufen voran

Mittwoch, 23. August 2006, 16:22 Uhr

Prag treibt das Projekt Elbe-Staustufen voran

Sächsische Zeitung Mittwoch, 23. August 2006 Die Prüfung der Umweltverträglichkeit läuft bis Ende 2006.

Prag. Tschechien treibt das Projekt einer Staustufe an der Elbe kurz vor der sächsischen Grenze weiter voran. Nach Informationen der Zeitung „Pravo” soll die Umweltverträglichkeitsprüfung bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Mit dem Bau wolle man Ende 2007 beginnen. Ab 2010 soll die Elbe dann zwischen Decin (Tetschen) und dem Grenzort Hrensko (Herrnskretschen) reguliert werden. Teil der Anlage soll ein Wasserkraftwerk werden, das unterhalb der Straße zwischen beiden Orten am rechten Elbufer geplant ist.

Hauptzweck der Anlage ist es, die Elbe von Decin bis Hamburg künftig an 345 Tagen im Jahr schiffbar zu halten. Dieses Anliegen bekräftigten das Bundesverkehrsministerium und das tschechische Verkehrsministerium Ende Juli in einem Memorandum. Deutschland bekennt sich darin zu den erforderlichen Unterhaltungsmaßnahmen an der Elbe.

Wie eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums der SZ sagte, sei der Bau der Staustufe auf tschechischer Seite eine souveräne Angelegenheit Prags, auf die man keinen Einfluss habe. Ähnlich argumentiert die sächsische Staatsregierung. In Dresden macht man aber kein Hehl daraus, dass man den Bau der Staustufe für nicht wünschenswert hält. Ursprünglich wollte das tschechische Verkehrsministerium zwei Staustufen vor der sächsischen Grenze errichten. Nach Einsprüchen aus Prag einigte man sich im vergangenen Jahr auf eine Staustufe. 

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