Raumordnungsverfahren für Saalekanal eröffnet

Mittwoch, 19. März 2008, 11:25 Uhr

Raumordnungsverfahren für Saalekanal eröffnet

Pressemitteilung des VHdS

In der zweiten Märzwoche ist das Raumordnungsverfahren für den Saalekanal eröffnet worden. Mit dem Abschluss und einem Ergebnis des Verfahrens ist im Herbst zu rechnen. Seit 1996 setzt sich der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) engagiert für den Bau des Kanals ein, um die komplizierten Verhältnisse für die Schifffahrt auf der unteren Saale den besseren Bedingungen der Elbe anzugleichen.

Mit dem Schleusenkanal Tornitz kann auf den Bau eines Wehres verzichten werden und der natürliche Lauf der Saale bleibt erhalten. VHdS - Präsident Sprinzek bezeichnet den Kanal als "in einem langen demokratischen Prozess" gefundenen guten Kompromiss.

Die Finanzierung des 7,5 Kilometer langen Kanals ist bereits gesichert, denn der Saaleausbaus mit der Variante des Schleusenkanals Tornitz wurde 2003 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Die für den Bau erforderlichen 80 Millionen Euro sind im Investitionsrahmenplan für den Ausbau der Bundeswasserstraßen 2006 bis 2010 enthalten und kommen vom Bund und nicht vom Land Sachsen-Anhalt.
Auf der letzten Mitgliederversammlung des VHdS am 27. Februar 2008 in Bernburg, wünschte sich der Geschäftsführer der Stadtwerke Halle, Wilfried Klose, "rege Schifffahrt im Hafen Halle" und lobte die gute Arbeit des Vereins. Die Stadtwerke Halle sind "Halbfinanziers" des VHdS, der vor 12 Jahren mit dem Ziel gegründet wurde, den im vorigen Jahrhundert unterbrochenen Saaleausbau auf politischer Ebene voranzutreiben. Vor einem Jahr zog der VHdS aus dem Hafen Halle aus und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit.
Der Hafen Halle hat seinen Containerumschlag im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2005 verdreifacht: 362.871 Tonnen Güter in Containern hat der Hafen Halle 2007 zwischen Schiene und Straße bewegt. Dank der guten Infrastruktur könnte der Hafen Halle zukünftig die drei Verkehrsträger Bahn, Schiff und LKW miteinander verbinden. Diese so genannte ‚ Trimodalität‘ wird im Zuge der Schiffbarmachung der Saale eine wesentliche Kernkompetenz des Hafens bei der Entwicklung hin zu einer wesentlichen Drehscheibe der Güterverkehrslogistik Mitteldeutschlands.

Im Hamburger Hafen kommen derzeit jährlich 9 Millionen Container an. Experten rechnen bis zum Jahr 2020 mit 25 Millionen Containern, die auch ins „Hinterland“ verteilt werden müssen.

Die Güter auf der Straße und Schiene zu transportieren ist für an der Saale angesiedelten Unternehmen seit langem ein Problem, weil die Transportwege länger, teurer und nicht gerade umweltfreundlich sind. Die Mitglieder des VHdS wie das Bernburger Unternehmen Schwenk Zement KG, Solvay Chemicals GmbH und die esco-european salt company GmbH & Co. KG (Europas größter Salzhersteller) gaben in einer aktuellen Umfrage ein Verlagerungspotential auf den Wasserweg mit 2,3 Millionen Tonnen an, die auf der Saale wirtschaftlicher und umweltschonend transportiert werden können.

Lesen Sie dazu auch MZ vom 18.03.08

Galerien

Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

Aktuelles

Neuigkeiten per RSS Button

Saaleinfo Newsletter

Redaktion © VHdS e.V.
Grafik, Layout © 2005-2018 atnexxt – Agentur für Design und E-Business, Webdesign in Halle (Saale)