Round-Table-Gespräch des Wirtschaftsrates der CDU zum Thema

Mittwoch, 16. Februar 2005, 12:17 Uhr

Round-Table-Gespräch des Wirtschaftsrates der CDU zum Thema

"Logistikstandort - Sachsen-Anhalt"

Der Einladung der Landesfachkommission Bau und Verkehr in den Saal "Elbe" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg am 14. Februar 2005 waren fast 40 Interessenten aus Politik, Wirtschaft und Verbänden gefolgt.

Im Vordergrund der Statements und Diskussionen im schönen Ambiente dieses Saals stand dann auch die Bedeutung der Bundeswasserstraße Elbe für die weitere Entwicklung der mitteldeutschen Industrie- und Wirtschaftsregion.

Nach einem geschichtlichen Rückblick zum Entstehen von Straßen-, Schienen- und Wasserwegen im heutigen Sachsen-Anhalt wurden nationale und globale Veränderungen mit unausbleiblichen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Elbe und ihrer Häfen von der Tschechischen Republik bis zur Nordsee aufgezeigt.

Einerseits sind beim Container-, Tank- und Schwerguttransport auf der Elbe und den Kanälen seit den letzten Jahren exorbitante Zuwachsraten zu verzeichnen. Zum anderen führen jedoch Engstellen und erreichte Kapazitätsgrenzen wie an der Magdeburger Stadtstrecke und beim Elbe-Seitenkanal zur Nichtausschöpfung der insgesamt erheblichen Gütertransportreserven der Wasserwege.

Unbestritten waren die Aussagen, wonach die verfügbare Verkehrsinfrastruktur mit funktionierenden logistischen Schnittstellen eine der entscheidenden Grundlagen für den wirtschaftlichen Aufschwung im gesamten Elbekorridor ist und bleibt.

Positiv vermerkt wurde der Hinweis aus dem Teilnehmerkreis des Ministeriums für Bau und Verkehr, wonach sich Sachsen-Anhalt mit dem veranlassten Schifffahrts- und Hafenkonzept zur weiteren Ausgestaltung der Wasserwege und Häfen im Land positionieren wird.

Wohltuend gegenüber einigen zurückliegenden Veranstaltungen waren die Beiträge der Vertreter des BUND und NABU zur Bedeutung der Wasserwege in Logistikkonzepten. Bestätigt werden konnten die verbesserte Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost Magdeburg und die daraus resultierenden guten Ergebnissen für notwendige Unterhaltungsmaßnahmen an Elbebuhnen.

Problematisiert wurden die mittelfristig begrenzten Unterhaltungs- und Ausbaumittel des Bundes unter anderem mit Wirkungen auf die Vollendung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 17, die Notwendigkeit der Verknüpfung der Binnenschifffahrt mit der Eisenbahn bei Niedrigwassersituationen oder die Erweiterung der Variantenuntersuchungen im Rahmen des bevorstehenden Raumordnungsverfahrens mit einer Direktanbindung des Saale-Seitenkanals an die Elbe.

Herr Friedrich von Bismarck, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates der CDU e. V., konnte zusammenfassend feststellen, dass mit dem Hervorheben von Bahn- und Schiffs- vor den Straßentransporten, der Berücksichtigung aller Faktoren bei der Gestaltung des Kulturraumes Elbe und der Positionierung des Landes in einem Verkehrswegekonzept gute Ansätze für den noch erfolgreicheren "Logistikstandort - Sachsen-Anhalt" gegeben sind.

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