Sachsen treibt Hochwasserschutz voran

Donnerstag, 06. August 2009, 21:48 Uhr

Sachsen treibt Hochwasserschutz voran

europaticker: Eine Milliarde Euro Investitionen bis 2015"

"Sachsen ist in den vergangenen Jahren beim Thema Hochwasserschutz ein großes Stück vorangekommen". Diese Bilanz zog Sachsens Umweltminister Frank Kupfer heute (6. August 2009), wenige Tage vor dem siebenten Jahrestag der verheerenden Flut vom August 2002. "Bisher hat Sachsen rund 350 Millionen Euro in Hochwasserschutzprojekte mit hoher Priorität investiert, bis zum Jahr 2015 sollen die Investitionen eine Milliarde Euro erreichen", so der Minister. Darüber hinaus seien seit 2002 über 700 Millionen Euro für die Schadensbeseitigung an Gewässern ausgegeben worden.

Als Beispiel für bereits abgeschlossene Projekte nannte Kupfer den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Lauenstein (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge), Hochwasserschutzmaßnahmen für Aue (Erzgebirgskreis) im Bereich Nickelhütte, für Groß Särchen (Landkreis Bautzen) sowie für Ostritz, Zittau (beide Landkreis Görlitz), Torgau (Landkreis Nordsachsen) und Zwickau (Landkreis Zwickau).

"Weitere 40 teils komplexe Projekte sind derzeit im Bau oder in der Vorbereitung", so der Minister weiter.  Beispiele dafür seien Schutzmaßnahmen in der Landeshauptstadt Dresden entlang der Elbe und der Weißeritz, der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in Rennersdorf (Landkreis Görlitz) sowie der Hochwasserschutz für die Städte Grimma (Landkreis Leipzig) und Flöha (Landkreis Freiberg).

"Angesichts aufwändiger Planfeststellungsverfahren, Konflikten mit Betroffenen sowie Anforderungen an Städtebau, Denkmal- und Naturschutz ist es erfreulich, dass wir heute schon so weit sind", so der Umweltminister. Je weniger die Beteiligten zu Kompromissen bereit seien, desto mehr Personal, Zeit und Geld werde für den Hochwasserschutz benötigt. "Das aber geht zu Lasten anderer Hochwasserschutzvorhaben. Im schlimmsten Fall werden Projekte unfinanzierbar, wenn wir die Fördermittel von Bund und EU, auf die wir beim Hochwasserschutz dringend angewiesen sind, nicht rechtzeitig einsetzen können."

Neben technischem Hochwasserschutz sei die Vemeidung von Schäden eine weitere wirksame Strategie. So seien in Sachsen bisher rund 300 Überschwemmungsgebiete auf 76 000 Hektar Fläche ausgewiesen, in denen nicht oder nur unter starken Einschränkungen gebaut werden darf.

Flächendeckend sind für alle Orte an der Elbe und an Gewässern I. Ordnung Gefahrenkarten veröffentlicht. "Damit unterstützen wir die private und kommunale Hochwasservorsorge", so der Minister. Zusammen mit verschiedenen anderen Fördermaßnahmen des Freistaates  Sachsen erleichtern sie auch die kommunale Gefahrenabwehr im Hochwasserfall.

Quelle/Autor: Europaticker erschienen am: 2009-08-06

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