Sachsens Binnenschifffahrt auf dem Vormarsch

Donnerstag, 13. März 2008, 07:53 Uhr

Sachsens Binnenschifffahrt auf dem Vormarsch

SACHSEN FERNSEHEN 12. März 2008

Der Alberthafen in Dresden-Friedrichstadt erhält für die Binnenschifffahrt immer mehr Bedeutung.

Denn gerade was den Schwerlasttransport angeht, kann das Schiff mehr leisten als ein LKW. Die neue Ro-Ro-Anlage macht das Verladen von riesigen Turbinen jetzt noch einfacher.

Samstagfrüh um neun im Alberthafen. Während die Ruderer hier ruhig ihre Runden drehen, laufen am Kai die Vorbereitungen für einen Schwerlasttransport der besonderen Art. Im Dezember wurde hier die Ro-Ro-Anlage eingeweiht. Ro Ro - steht englisch für Roll on Roll off. Und das bedeutet die LKWs können schwere Lasten direkt aufs Schiff fahren. Ein großer Vorteil zu vorher, als dafür ein Schwerlastkran benötigt wurde.

Interview: David Schütz - Deutsche Binnenreederei AG

Gleich zwei Turbinen von Siemens aus Görlitz sollen am Mittwoch verladen werden. Mit 160 Tonnen sind das noch nicht mal die schwersten ihrer Art. Bis zu 400 Tonnen können sie auf die Waage bringen. In Dresden sind sie in Einzelteilen angekommen, in eigenen Montagehalle dann zusammengesetzt worden. Jetzt sollen sie ihren Weg nach Hamburg antreten.

Bei der Verladung aufs Schiff ist besondere Konzentration vom LKW-Fahrer gefragt. Zentimeter für Zentimeter muss er sich vortasten. Ständig wird die Position der Bauteile geprüft. Trotzdem läuft die Verladung mit der Ro-Ro Anlage weit schneller als früher mit dem Kran.

Vier Millionen Euro hat die Anlage samt Montagehalle gekostet. Finanziert mit Wirtschaftsförderung von Bund und Land. Eine Investition, die sich rentieren soll, wenn noch mehr Anlagenbauer diesen Transportweg nutzen. Kapitän Detlef Bütow erhofft sich von der Anlage einen klaren Wettbewerbsvorteil für den Dresdner Hafen.

Interview: Detlef Bütow - GF Sächsische Binnenhäfen

Die Turbine hat inzwischen ihre Position erreicht. Jetzt kann der LKW abgesenkt werden. Die Turbine steht. Jetzt gilt es, dieses Gewicht auszugleichen.

Interview: David Schütz - Deutsche Binnenreederei AG

Und damit liegen die Geschicke der Turbinen jetzt in den Händen von Schiffsführer Marcel Krause. Keine einfache Aufgabe, wenn die Elbe wie an diesem Tag noch leichtes Hochwasser führt.

Interview: Marcel Krause - Schiffsführer

Die Fahrt wird mehrere Tag dauern, er und sein Kollege werden so lange auf dem Schiff bleiben, denn für Quartiersuche ist keine Zeit. Trotzdem, der gebürtige Alslebener arbeitet gerne als Binnenschiffer.

Interview: Marcel Krause - Schiffsführer

Jetzt wird noch die Ladung gesichert und die Last ausgeglichen. Und dann gehen die Turbinen auf große Fahrt in den Seehafen nach Hamburg.

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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