Schifffahrt hautnah erleben

Freitag, 31. August 2007, 22:35 Uhr

Schifffahrt hautnah erleben

Akener Schifferverein "Kehrwieder" präsentiert sich auf eine etwas andere Art und Weise

von Kai Bandau

 

Nachbetrachtung zum Stadtfest

Zum diesjährigen Stadtfest in Aken präsentierte sich der Akener Schifferverein "Kehrwieder" zusammen mit dem Verein zur Pflege der Traditionen der Elbschifffahrt und zum Erhalt technischer Kulturgüter auf eine etwas andere Art und Weise, als bisher.

Diesmal stand das Motto Schifffahrt hautnah zu erleben im Vordergrund. Und so konnten die zahlreichen Besucher sich auch umfassend über das Thema Binnenschifffahrt informieren.

Nicht nur in der Ausstellung des Schiffervereins über die Geschichte der Binnenschifffahrt und über das Leben und die Arbeit an Bord eines Schiffes war viel interessantes zu erfahren.

Am Stand der Wasserschutzpolizei wurde die abwechslungsreiche und interessante Arbeit vorgestellt. Ihre Aufgaben weichen in bestimmten Bereichen von denen der Polizei an Land ab. Den Streifendienst der WSP prägen andere Aufgabenschwerpunkte.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt informierte an seinem Stand über die umfangreichen Arbeiten an der Wasserstraße Elbe. Man konnte sich in einem kurzen historischen Abriss über die wasserbaulichen Aktivitäten an der Elbe seit dem Mittelalter informieren. Auch über wichtige aktuelle Arbeiten an der Wasserstraße Elbe wurde informiert.

Dabei konnte ganz klar vermittelt werden, dass die Unterhaltungsarbeiten an der Elbe nicht nur der Verbesserung der Wasserstraße Elbe dienen, sondern in diesem Zusammenhang auch etwas für den Umweltschutz getan wird. An einigen Diagrammen konnte anschaulich gezeigt werden, wie viel CO2 ein Binnenschiff der Umwelt ersparen kann, gegenüber dem Transport mit dem LKW und der Bahn. Darüber hinaus dienen die Arbeiten an der Wasserstraße Elbe auch dem Hochwasserschutz, indem gefährdete Ufer befestigt werden und dem Fluss so die Kraft nehmen, sich ein neues Flussbett zu graben.

Viele andere Arbeiten des Schifffahrtsamtes wurden vorgestellt. Neben dem Betrieb und der Unterhaltung von Verkehrszeichen und Tonnen auf der Wasserstraße Elbe stellen die vielen Messungen am Fluss ein großes Aufgabengebiet dar. Neben Aufzeichnungen von Pegelständen und Messungen des Wasserabflusses wird mit der Peilung, d.h. der Tiefenmessung, ein genaues Bild über die Veränderungen an der Flusssohle gewonnen. Das Flächenpeilschiffe Rosslau des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden konnte an diesem Tag eingehend besichtigt werden.

Aber nicht nur das Peilschiff lies die Herzen der meist jungen Besucher höher schlagen. Fast noch aufregender war es, einmal an Bord eines großen Polizeibootes gehen zu können und die Polizeibeamten ausgiebig "ausquetschen" zu können, oder mal selbst, wenn auch nur Flächenpeilschiffes Rosslau fest vertäut am Ufer, das Ruder in die Hand zu nehmen.

Im Ganzen bot dieser Programmpunkt zum Stadtfest für Groß und Klein einige Interessante Stunden an der Elbe.

Bedanken möchten sich der Schifferverein "Kehrwieder" und der Verein zur Pflege der Tradition der Elbschifffahrt und zum Erhalt technischer Kulturgüter bei allen Gästen für ihren Besuch. Dank natürlich auch an die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden und der Wasserschutzpolizei Dessau und Schönebeck für ihre Unterstützung an diesem Tag.

 

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