Schiffsanleger in Schönburg eröffnet

Samstag, 26. Mai 2007, 17:22 Uhr

Schiffsanleger in Schönburg eröffnet

In Schönburg können wieder Schiffe ankern Wochenspiegel Naumburg 26.5.2007

Schönburg (ms). Über 30 Jahre ist es her, als das Fahrgastschiff "Freiheit" auf der Saale zwischen Naumburg und Weißenfels schipperte.

 

„Und wenn das vor 30 Jahren ging, warum sollte es heute nicht gehen?”

 

so Landrat Harri Reiche bei der feierlichen Eröffnung des neuen Schiffsanlegers am vergangenen Sonntag in Schönburg. Lange hatte die Gemeinde Schönburg dafür gekämpft, dass Schiffe auf der Saale wieder hier anlegen können. Vor allem finanzielle Schwierigkeiten galt es dabei zu überwinden, wie Bürgermeister Jörg Stützer zu berichten weiß. 60% des rund 30.000 Euro teuren Anlegers wurden zwar aus Landesmitteln durch das "Blaue Band" gefördert, die restlichen 40%, immerhin noch rund 12.000 Euro, musste die Gemeinde selber aufbringen. Dabei wurde es ihr jedoch von der Kommunalaufsicht verboten, in die eigene – ohnehin knappe – Kasse zu greifen, so dass man sich Sponsoren bedienen musste, um den Eigenanteil zu erbringen.

Nahezu alle Vereine und Gruppierungen des Dorfes haben sich daran beteiligt: die Schönburger Blasmusikanten und die Burgmusikanten gaben Benefizkonzerte, der Heimatverein steuerte einen großen Teil bei, genauso wie die Jagdpächter und die Pfingstburschen. Der Kanuverein übernimmt Wartung und Pflege, Familie Schmidt stellte unentgeltlich ihr Grundstück für den Anleger zur Verfügung. Auch Landrat Harri Reiche zeigte sich erfreut über den guten Zusammenhalt im Dorf.

Im Hinblick auf die Kreisreform sei der Anleger in Schönburg ein erster Schritt, um einen möglichen Schiffsverkehr zwischen Naumburg und Weißenfels wieder aufzunehmen. Probehalber – wenn auch nicht ganz bis Weißenfels – konnten die Besucher an diesem Tag dann auch schon einmal die Saale von Schönburg aus befahren. Kapitän Schmidt von der Saale-Unstrut Schifffahrtsgesellschaft stellte die „MS Reblaus” unentgeltlich für Touren zwischen Schönburg, der Oeblitzschleuse und dem Felsenkeller zur Verfügung. Das wurde auch reichlich in Anspruch genommen, waren doch die 40 Plätze auf Augenhöhe mit der Saale die kühlsten und erfrischendsten des Tages. Wer keinen der begehrten Plätze ergattern konnte, fand jedoch auch etwas passendes: während unter dem Klang der Schönburger Blasmusikanten Bierzeltgarnituren zum Verweilen einluden, feierte das Naturkundehaus nebenan seinen Tag der offenen Tür – auch ein Beweis für das Miteinander in Schönburg, schlug man doch so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe an diesem Tag.

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