Schiffstaufe im Hafen

Freitag, 02. Juli 2004, 12:12 Uhr

Schiffstaufe im Hafen

Kaffenkahn wird Aushängeschild des Blauen Bandes

Die Taufpatin war niemand geringeres als Petra Wernicke: Am 2. Juli taufte die Ministerin für Raumordnung und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt im Hafen Halle-Trotha den Kaffenkahn, der zukünftig als Flaggschiff für das Blaue Band fungiert, auf den Namen "Askania". Sie überbrachte die Grüße der Landesregierung und lobte das gemeinsame Engagement der Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft", der IG Metall sowie der Trägergesellschaft Land Sachsen-Anhalt GmbH und dankte der Hafen Halle GmbH für den würdigen Rahmen des Taufzeremoniells.

"Mit diesem Schiff wurde Historisches mit Zukünftigem verbunden"

sagte die Politikerin vor mehr als 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik, von Halleschen Schulen und Kindereinrichtungen.

"Das Blaue Band steht 2004 im Mittelpunkt des Tourismusmarketings für Sachsen-Anhalt"

betonte die Ministerin und kündigte weitere Aktivitäten der Marketingoffensive an.

Halles Stellvertretende Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados verwies darauf, dass die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern das größte zusammenhängende Wassertourismusgebiet Europas besitzen. Um die Reize Mitteldeutschlands besser zu vermarkten, müssten weiterhin Anstrengungen unternommen werden:

"Die Kooperation beim Bau des Kaffenkahns hat sich als zukunftsfähige Konstellation erwiesen. Wir werden über weitere Projekte nachdenken"

so Szabados. Bessere Zukunftsperspektiven für die Binnenschifffahrt in Mitteldeutschland forderte einmal mehr der Präsident des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS), Manfred Sprinzek:

"Die politischen Entscheidungen sind gefallen, nun muss die Eröffnung des Raumordnungsverfahrens zum Bau des Schleusenkanals Tornitz endlich kommen!"

 

Der so genannte Saale-Elbe-Kanal, der das letzte Nadelöhr der Saale vor der Elbmündung beseitigen soll, ist nachweislich hochwasserneutral, umweltverträglich und wirtschaftlich. Sowohl der alte Saalearm als auch der neue Schleusenkanal könnten zu zusätzlichen touristischen Anziehungspunkten im Zusammenhang mit dem Blauen Band entwickelt werden.

Mit dem Nachbau des historischen Kaffenkahns lässt die Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft" ein Stück der über 1000jährigen Tradition der Flussschifffahrt auf der Saale wieder lebendig werden: Der in der Schiffswerft Genthin und Halle an der Saale gebaute knapp 15 Meter lange Kahn wird nach seiner Übergabe zur Nutzung an den Verein Blaues Band e.V. mit seinem großen Ruderblatt, dem quadratischen Segel am elf Meter hohen Mast und der ausgeprägten Bugkaffe ein reizvoller und werbewirksamer Blickfang auf den Flüssen in Mitteldeutschland für das Landesprojekt Blaues Band in Sachsen-Anhalt sein. Das Kaffenkahn-Projekt ist eine Gemeinschaftsinitiative der TGL-Trägergesellschaft Land Sachsen-Anhalt GmbH, der Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft" Halle-Saalkreis e.V. und des Vereins Blaues Band e.V.. Das Projekt wird gefördert durch die Bundesagentur für Arbeit, das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, die IG-Metall, den Verein Blaues Band e.V., DOW, durch die Hafen Halle GmbH sowie die Stadt Halle. Die Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft" Halle Saalkreis e. V. ist ein freier Träger der Jugendhilfe mit Sitz in Halle an der Saale. Seit mehr als 10 Jahren organisiert die Jugendwerkstatt zukunftsorientierte Hilfe zur Selbsthilfe für junge Menschen und Angebote der Jugendberufshilfe. Vereinsvorsitzende ist Thea Ilse. Der Verein Blaues Band e.V. ist ein freiwilliger Verbund von Förderern der Idee des Blauen Bandes mit Sitz in Magdeburg an der Elbe. Der Verein ist vorwiegend auf der Ebene der politischen Entscheidungsträger tätig. Ein wichtiges Vereinsziel ist die nachhaltige Sicherung der Gesamtentwicklung am Blauen Band nach dem Jahr 2004. Vereinsvorsitzender ist Dieter Steinecke.

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