Schiffsverkehr wird zunehmen

Donnerstag, 04. März 2010, 07:16 Uhr

Schiffsverkehr wird zunehmen

Elbe-Jeetzel-Zeitung online Leserbriefe

Betrifft: Ausbau der Elbe Die jüngsten Informationsveranstaltungen von Herrn Staatssekretär Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium und auch der Wasser- und Schifffahrtsämter zeigen, dass mit Abschluss des Jahres 2010 das Ziel erreicht wird, dass bei einem mittleren Niedrigwasser der Elbe eine Mindestwassertiefe von 1,60 m gewährleistet wird. Das entspricht einem Pegelwert in Wittenberge von rund 1,30 m. Daran merkt man auch, dass der Pegelwert nicht mit der Wassertiefe gleichzusetzen ist.

Die Wasser- und Schifffahrtsämter setzen nur die vorhandenen defekten Buhnen instand. Dort, wo intakte, aber zu kurze Buhnen die Sandablagerungen begünstigen, muss gebaggert werden. Eine Verschotterung der Ufer sowie eine Tieferlegung der vorhandenen Sohle um einen Meter ist barer Unsinn, ebenso der Bau von Staustufen zwischen Magdeburg und Geesthacht. Diese Argumente sind nie von den drei vorangegangenen Bundesregierungen eingebracht worden.

Auch die Saale mit dem Schleusenkanal Tornitz ist von Herrn Dörfler in Misskredit gebracht worden. Durch den geplanten Bau (das Planfeststellungsverfahren wird vorbereitet) wird das untere 20 Kilometer lange freifließende Teilstück der Saale geschützt.

Zur Zeit fahren das ganze Jahr über nach Fahrplan dreimal pro Woche Container-Binnenschiffe nach Magdeburg, Aken, Roßlau und Dresden, Wittenberge hat eine Biodieselverladeanlage, und es werden Sondertransporte (Transformatoren, Windkraftflügel und ähnliche) durchgeführt. Erst wenn die letzten Unterhaltungsarbeiten abgeschlossen sind, werden die Schiffstransporte weiter zunehmen und entlasten die Bundes- und Landesstraßen. Das begünstigt auch den sicheren Straßenverkehr und den CO2-Ausstoß.

Herr Dörfler plädiert dafür, dem Fluss mehr Raum zu geben. Ich habe ihn gebeten, sich auf den Marktplatz von Hitzacker zu stellen und alle aufzufordern, die Wohngebiete zu räumen, wo man nasse Füße bekommen hatte.

Die Elbe ist eine von Menschen geschaffene Kulturlandschaft, und diese bietet auch den Schutz vor Hochwasser nicht zuletzt durch die Beseitigung der Verbuschung. Die Deichbrüche in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind saniert, das nächste Hochwasser wird diese »Entlastung» nicht mehr haben. Hoffentlich wird man sich bis dahin über die Bemessung der Wassermengen und Deichhöhen einig.

Rolf Lack, Adendorf,
Verein zur Förderung des Elbstromgebietes

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