Schleusenkanal soll die Saale weiter frei fließen lassen

Dienstag, 11. März 2008, 20:37 Uhr

Schleusenkanal soll die Saale weiter frei fließen lassen

Landesverwaltungsamt leitet Raumordnungsverfahren ein

MZ, 11.03.2008

Tornitz/MZ/hv. Das Landesverwaltungsamt hat am Montag das Raumordnungsverfahren, zu dem auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung gehört, zum Bau eines Schleusenkanals bei Tornitz im Salzlandkreis eingeleitet. Mit dem Bau des Kanals sollen die komplizierten Verhältnisse für die Schifffahrt auf der unteren Saale den besseren Bedingungen der Elbe angeglichen werden, teilte das Landesverwaltungsamtes mit. Das Projekt trägt den Arbeitstitel "Saale-Ausbau - Variante Schleusenkanal Tornitz ohne Wehr in der Saale" und ist Bestandteil des vordringlichen Bedarfs des Bundesverkehrswegeplans 2003.

Wie der Name verspricht, kann so auf den Bau eines Wehres verzichtet werden, so dass die Saale im Bereich zwischen Calbe und der Mündung in die Elbe weiterhin frei fließen kann. In Fließrichtung der Saale gesehen, soll der Schleusenkanal Tornitz unmittelbar unterhalb der Eisenbahnbrücke Calbe / Grizehne bei Saale-Kilometer 17,5 linksseitig aus der Saale abzweigen. Unmittelbar nach dem Abzweig wird der Hochwasserschutzdeich der Saale gekreuzt. Anstelle des Deiches ist an dieser Stelle ein Sperrtor vorgesehen, um bei Hochwasser diesen Hochwasserschutzdeich schließen und den Schutz der dahinter liegenden Flächen gewährleisten zu können.

Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens werden zwei mögliche Varianten untersucht. Beide Varianten erfordern den Bau einer Schleuse. Die Trasse I, mit einer Länge von 6,4 Kilometern, führt nach dem Sperrtor relativ dicht am Saale-Bogen entlang und zwischen den Orten Tornitz und Werkleitz hindurch. Sie nähert sich dem Saale-Bogen bei Saale-Kilometer 6 an und führt zur Schleuse. Die Trasse II, mit einer Länge von etwa 7 Kilometern, führt nach dem Sperrtor bis an die Landesstraße 68 und verläuft zwischen der Landesstraße und dem bestehenden Kiestagebau Tornitz zur Schleuse. Die Ortslagen Tornitz und Werkleitz werden dabei weiträumig umgangen. Die Trassen verlaufen überwiegend über derzeit landwirtschaftlich genutzte Flächen. Das Oberwasser des Kanals endet in der Nähe der Kreuzung mit dem Hochwasserschutzdeich der Elbe. Der Standort der Schleuse ist bei beiden Varianten identisch. Im Unterwasser der Schleuse gibt es mit der Anbindung des Kanals an die Saale oder die Elbe auch zwei Möglichkeite

 

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