SHV-Erwartungen an die künftige Politik

Mittwoch, 30. September 2009, 09:55 Uhr

SHV-Erwartungen an die künftige Politik

WAHLEN 2009:

DER OBERELBE H A F E N B R I E F
Mitteilungen des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e.V. Nr. 46 (3/2009)

Der Wähler hat gesprochen und neue Regierungen formieren sich in Berlin wie im schwarzgelben Dresden. Beginnt auch für die Ertüchtigung der bisher durch politische Entscheidungen eher stiefmütterlich behandelten Bundeswasserstraße Elbe in den nächsten Jahren eine „neue Zeit“?

Die über 119 Mitgliedsunternehmen des Sächsischen Hafen- und Verkehrsvereins e.V., der in seiner Satzung die „Förderung ökologisch alternativer Transportsysteme zur Erhöhung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“ besonders im Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik als Vereinszweck festgeschrieben hat, erwarten von den politischen Entscheidungsträgern in der nun begonnenen neuen Legislaturperiode eine entschlossene Förderung aller objektiv notwendigen Ertüchtigungsarbeiten an der Wasserstraße Elbe oberhalb der Schleuse Geesthacht bis zur deutsch-tschechischen Grenze, damit im trimodalen Verkehrssplit besonders für die weltmarktabhängige Wirtschaft in Mitteldeutschland und der Tschechischen Republik das ökologisch vorteilhafteste und vielfach betriebswirtschaftlich günstigste Modul „Binnenschifffahrt“ wieder einen wesentlich größeren Anteil an der Bewältigung des künftig weiter erheblich wachsenden Verkehrsaufkommens haben kann.

Der SHV ruft wiederholt dabei ins Bewusstsein, dass
- die größere und ganzjährig zuverlässige Nutzbarkeit der Elbe für die Binnenschifffahrt unverzichtbar für die Sicherung bzw. Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit vor allem auch des exportorientierten Maschinen- und Anlagenbaues ist; dass
- ein Mehr an per Binnenschiff auf der Elbe beförderter Güter zu höherer Verkehrssicherheit, geringerer CO2 und NOx-Emission sowie wesentlich geringerer Lärmemission (gerade auch in der Enge des oberen Elbtales mit den lärmenden Eisenbahnzügen parallel zum Strom) beiträgt; und dass
- im Transeuropäischen Verkehrsnetz zwischen Dresden (D) und Usti n.L. (CZ)
die Wasserstraße Elbe bei entsprechender Gesamtertüchtigung bis zum Seehafen Hamburg die Kapazitätsreserven hat, welche zur Bewältigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens für Mensch und Natur am verträglichsten und damit sinnvoll zu erschließen sind.

Politische Entscheidungen sind erforderlich, um garantiert bis Ende 2010 eine durchgängige Fahrrinnentiefe der Elbe von mindestens 1,60 m ganzjährig zu erreichen und danach dauerhaft mindestens zu sichern. Nur damit wird besonders auch für die weltmarktabhängige Wirtschaft im Elbe-Einzugsgebiet Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gegeben; werden Arbeitsplätze und damit „Lohn und Brot“ für die Menschen gesichert.
[ SHV]

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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