Startschuss für den neuen Stadthafen mitten in der City

Montag, 06. Juli 2009, 22:18 Uhr

Startschuss für den neuen Stadthafen mitten in der City

An der Elisabethsaale entsteht eine kleine Marina für rund 20 Boote - Vorhaben ist Teil der Internationalen Bauausstellung 2010

mz-web.de, VON JAN MÖBIUS, 06.07.09

HALLE/MZ. Halles Projekte zur Internationalen Bauausstellung (IBA) 2010 nehmen immer mehr Gestalt an. Bestes Beispiel dafür ist neben dem Skaterpark in Neustadt vor allem der Bau eines Stadthafens mitten in der City. Am Montag ist dort der Startschuss für den zweiten Abschnitt des Vorhabens gegeben worden. Bis April kommenden Jahres, so das Ziel der Planer, soll die kleine Marina mit Platz für 20 Boote auf der Nordhälfte der Saline-Halbinsel am Ende der Hafenstraße fertig sein. Der Hafen stellt den ersten öffentlichen Anleger in Halle dar. Die anderen Liegeplätze sind Mitgliedern von Wassersportvereinen vorbehalten.

Der Bau des 550 000 Euro teuren Stadthafens wird zum großen Teil mit IBA-Fördermitteln finanziert. In den kommenden Wochen soll vor allem mit der Umgestaltung der Fläche oberhalb des Anlegers begonnen werden. Zudem sind laut Stadtverwaltung Tiefbauarbeiten für eine Service-Station und die geplante Hütte vorgesehen, die künftig etwa Kanu-Wanderern Schutz vor ungemütlichem Wetter bieten soll.

Die kompletten Treppenanlagen zum Steg werden laut Auskunft der Stadtverwaltung in den nächsten Wochen ebenso errichtet wie verschiedene Metallgeländer entlang der Hafen-Anlage. Parallel zu den anstehenden Arbeiten werden auch der schwimmende Steg installiert sowie sämtliche Elektroanlagen und Beleuchtungselemente montiert.

Während der Neubau des Stadthafens fest in den Händen der Stadt liegt, soll für die spätere Bewirtschaftung als Betreiber die Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft" fungieren. "Bevor es allerdings soweit ist, müssen wir über den Herbst und den Winter massiv Werbung machen", sagt Projektleiter Steffen Kohlert. Denn noch sei offen, wie das neue Angebot im Herzen der Stadt von Wassersportlern und -touristen angenommen wird. "Davon hängt schließlich auch ab, wie die spätere Entwicklung der Marina aussehen wird", so Kohlert. Denn er wolle nicht ausschließen, dass bei großer Resonanz das Angebot auch noch erweitert wird.

Neben Motorbooten sollen ab April auch Wasserwanderer im neuen Stadthafen anlegen können. "Für diese stellen wir verschließbare Regalfächer zur Verfügung, um Boote und Gepäck sicher zu verwahren", sagte Kohlert. Ein Fahrradverleih direkt an der Saline-Marina soll schließlich die neu geworbenen Touristen zum Ausflug in die Stadt verleiten. "Außerdem bieten wir nach der Fertigstellung eine Hafenmeisterei an", erklärte Kohlert. Zum Service des Anlegers soll zudem die Versorgung mit Frischwasser, Strom und Frühstücksbrötchen gehören.

Dass sich die Arbeiten bis April des kommenden Jahres verzögern - die Marina sollte ursprünglich in diesem Sommer eröffnen - komme den Planern der Jugendwerkstatt "im Grund sogar gelegen", so Kohlert. "Die Zeit können wir wunderbar mit Werbung überbrücken." In diesen Tagen sei erst die Ausschreibung für Toiletten und Duschen fertig geworden.

Die Saline-Halbinsel ist das Herzstück der sechs halleschen IBA-Projekte, die wie an einer Schnur vom Riebeckplatz im Osten (Hochhäuser) bis nach Neustadt im Westen (Skaterbahn) aufgereiht sind und den "Balanceakt Doppelstadt" thematisieren. Zur Saline fließt mit 2,8 Millionen Euro das meiste Geld der Fördersumme von insgesamt sieben Millionen Euro.

Davon wird nicht nur der Stadthafen gebaut. Es wird außerdem eine neue Saalebrücke für Fußgänger und Radfahrer in Höhe der Franz-Schubert-Straße geben, einen neuen Eingangsbereich für das Saline-Freibad sowie einen neuen Zugang für das Saline-Museum an der Mansfelder Straße. Gleich daneben wollen die Projektbetreiber noch ein Stück Geschichte freilegen - alte Fundamente von Saline-Gebäuden.

 

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