Symbolischer Rammschlag an der Hafenschleuse

Donnerstag, 24. Mai 2007, 07:28 Uhr

Symbolischer Rammschlag an der Hafenschleuse

40-Millionen-Euro-Projekt bringt mehr Arbeit an die Kais in Magdeburg

Volksstimme Magdeburg 23. Mai 2007; Von Karl-Heinz Kaiser

Magdeburg. Nach der offiziellen Inbetriebnahme des Verladeterminals im Hansehafen schließt sich nahtlos ein Höhepunkt in der Hafenentwicklung an: Am Mittwoch kommender Woche startet mit dem symbolischen ersten Rammschlag der 4. Bauabschnitt für die Niedrigwasserschleuse.

 

„Über 40 Millionen Euro wird der Bund in das Schleusenprojekt investieren”,

 

sagte Henrik Täger, Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes.

Zu den Vorarbeiten für die anstehende Errichtung des Schleusenkörpers gehörten Düker- und Dalbenrückbau im Jahr 2006.

Zum Baulos 4 gehören die beiden Vorhäfen und die Elbuferspundwand. Mittlerweile ist die Kampfmittelräumung der Wasserflächen abgeschlossen. Baggerarbeiten im Kanal sind an der Tagesordnung. Umfangreiche Spundwand- und Sohlsicherungsarbeiten werden sich anschließen, sagte Henrik Täger.

Für das Hauptbaulos 5, das sind die Schleuse direkt und das Pumpwerk, fand am 10. Mai die Submission statt. Schon im August ist die Vergabe der Leistungen vorgesehen. Danach starten auch hier die Arbeiten. Während der gesamten Bauzeit soll der Schiffsverkehr im Rothenseer Verbindungskanal aufrechterhalten werden, kündigte Hendrik Täger an.

Das im südlichen Abschnitt des Rothenseer Verbindungskanals zur Elbe geplante Wasserbauwerk wird nur bei niedrigen Elbwasserständen betrieben. Bei höheren Elbwasserständen stehen die Tore zur freien Durchfahrt offen, erläuterte Henrik Täger das Wirkungsprinzip.

Der Neubauamtschef weiter:

 

Mit Hilfe eines Pumpwerkes werde der Wasserstand im Rothenseer Verbindungskanal bei Elbniedrigwasser so reguliert, dass die Schiffe dort in Zukunft ganzjährig mit voller Tauchtiefe verkehren können.

 

Der Kanal wird mindestens 4 Meter Wassertiefe haben. Die strombauliche Situation der Elbe wurde bei dem Vorhaben ebenso berücksichtigt wie die gesamte Altlastensituation innerhalb des Industriegebiets Rothensee im Umfeld der Hafenanlagen, hieß es. Ein Planfeststellungsverfahren wurde absolviert.

Die Schleuse ist Bestandteil des Projektes 17 Deutsche Einheit. Sie trägt enorm zur Weiterentwicklung des Magdeburger Hafens bei. Die ganzjährige Erreichbarkeit mit wirtschaftlicher Abladetiefe ist Anreiz für die Schifffahrt, den Magdeburger Hafen anzusteuern, prognostizieren Experten Dort entsteht ein leistungsfähiges Güterverkehrszentrum mit neuem Hansehafen, 1500 Meter Kai und neuem KV-Terminal. 40 Hektar Ansiedlungsfläche sind hergerichtet.

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