Titanic-Untergang auf der Saale

Donnerstag, 26. Januar 2012, 23:59 Uhr

Titanic-Untergang auf der Saale

Neues Theater

mz-web.de VON CLAUDIA CRODEL, 26.01.12

Halle (Saale)/MZ. Der Mythos Titanic ist unschlagbar. Auch Matthias Brenner, Chef des Neuen Theaters, ist von Kindheit an von diesem Mythos fasziniert. Als er nach Halle kam und die Stadt am Fluss sah, kam ihm die Idee, diesen Mythos und den damit verbundenen Voyeurismus aufzugreifen. "Titanic - Das letzte Gericht" heißt deshalb ein Stück aus der Feder von Felix Benesch, das Brenner mit Schauspielern des NT und aus der freien Theaterszene inszeniert. Am 14. April, dem Tag, an dem sich das Schiffsunglück zum 100. Male jährt, soll es Premiere haben. Mit dem Untergang der Costa Concordia vor der Küste Italiens bekommt das Thema eine besondere Patina. Dessen sind sich die Theaterleute sehr wohl bewusst. "Wir wollen eine Geschichte bieten, die die Zuschauer erfreut, unterhält, aber auch bewegt und mit kriminellen Elementen versehen ist. Es wird eine Geschichte, die mit tiefen Respekt vor den Untergegangenen enden wird", sagt deshalb Brenner.

Das Stück, für das Ludger Nowak die Musik komponiert hat, soll eine turbulente, schwarzhumorige musikalische Komödie werden über Hochmut, Neid, Eifersucht, Intrigen und haarsträubende Verwicklungen, die geradezu in die Katastrophe führen mussten. In fünf Akten werden fünf Lebensgeschichten von fünf Menschen erzählt, die das Unglück überlebt haben. Und das Publikum wird mittendrin sein und - so es will - mitagieren können. Es soll eine Zeitreise und ein kulinarisches Ereignis werden. Entsprechend der historischen Überlieferungen wird aus der Küche des Krugs zum Grünen Kranze ein 5-Gänge-Menü à la Titanic serviert.

Das etwa vier Stunden dauernde Titanic-Stück in Halle wird auf einem Schiff auf der Saale stattfinden. Reeder Rüdiger Ruwolt hatte seit langem den Plan, ein größeres Schiff für die Saaleschifffahrt zu kaufen. Aus Anlass des Theaterevents hat er es nun getan. Anfang März wird es in Halle eintreffen: ein Schiff mit einem großen Innensaal, in dem bis zu 120 Zuschauer untergebracht werden können.

Vorerst seien nach der Premiere vier Vorstellungen geplant, zwei im Mai und zwei im Juni, war von Rolf Stiska, Chef der Kultur und Theater GmbH, zu erfahren. Bei Bedarf soll es weitere geben. Die Karten, für die bereits der Vorverkauf begonnen hat, kosten für Theatererlebnis und kulinarische Genüsse 79 Euro.

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