Umschlagplatz Hafen Halle auf dem Erfolgsweg

Donnerstag, 08. September 2005, 11:19 Uhr

Umschlagplatz Hafen Halle auf dem Erfolgsweg

Pressemitteilung des VHdS e.V.

Minister Daehre macht Ausflug auf Lokführerstand

Der Minister für Bau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt ist begeistert. Als Karl-Heinz Daehre dem Hafen Halle vor drei Jahren seinen letzten Besuch abstattete, ging es auf dem Gelände in Trotha noch sehr ruhig zu. Doch seitdem hat der Hafen Halle eine rasante Entwicklung genommen. Die Vision – die Entwicklung des Hafens zu einer modernen trimodalen Schnittstelle von Straße, Schiene und Wasserweg, nimmt Gestalt an.

Die Ansiedlung der Biodieselanlage, die Inbetriebnahme des Containerterminals und der Container-Ganzzug-Verkehr von und nach Hamburg und Bremerhaven sorgen für einen deutlichen Aufwind im Hafen Halle. Die Aufnahme der Saale in den Bundesverkehrswegeplan und die Einleitung des Raumordnungsverfahrens für den Saale-Seitenkanal zur Beseitigung des letzten Nadelöhrs des Flusses vor der Elbmündung taten ein Übriges: Die zahlreichen Unternehmen an der Saale stehen in den Startlöchern, um den Fluss als wirtschaftliche Transportverbindung und Zugang zum europäischen Wasserstraßennetz nutzen zu können.

Die Einweihung einer neuen streckentauglichen Diesellok zur Bewältigung der zukünftig weiter wachsenden Bahndienstleistungen im Hafen Halle ist eigentlich keine große Sache. Aber sie ist ein Indiz für die positive Entwicklung, die sich auch in konkreten Zahlen ausdrückt: Wurden in 2002 gerade einmal 10.500 Tonnen Güter im Trothaer Hafen umgeschlagen, sind es allein im ersten Halbjahr 2005 schon mehr als zehnmal soviel – 120.000 Tonnen. Der Besuch des Landesministers unterstreicht den wirtschaftlichen Stellenwert, den der Hafen Halle mittlerweile erreicht hat.

Karl-Heinz Daehre hat an der positiven Entwicklung durchaus einige Aktien: Der Landesminister setzte sich in den letzten Jahren aktiv für die Vollendung des Saaleausbaus ein – plädierte immer wieder nachdrücklich für die wirtschaftliche, umweltverträgliche und hochwasserneutrale Lösung, die im letzten Jahr mit den Plänen für den Schleusenkanal Tornitz gefunden worden war.

Auf der „Jungfernfahrt“ mit der neuen Lok unterhielt sich der Minister angeregt mit Lokführer Achim Ufer.

In seinem Grußwort sagte Daehre:

„Die Landesregierung begrüßt die Entwicklungen im Hafen Halle und unterstützt ausdrücklich die Entwicklung der Binnenschifffahrt.“ Es sei unmöglich, vom Hafen Halle zu sprechen, ohne dabei die Saale zu berücksichtigen. „Ohne die Saale gibt es für den Hafen langfristig keine Perspektiven. Deshalb hoffe ich, dass wir nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens für den Saale-Seitenkanal zügig in die Planfeststellung und die Bauphase eintreten können.“ Er sei sicher, dass eine ökologische Lösung gefunden werde, die der gesamten Region wirtschaftliche Perspektiven bringe. „Dafür hoffe ich auf Rückenwind nach dem 18. September“, spielte der CDU-Politiker auf die Bundestagswahl an.

Die Taufe der Lok auf den Namen „Poseidon“ nahm Dr. Thomas Pohlack vor: „Diese Taufe ist ein Indiz für die rasante Entwicklung des Hafens“, sagte der Beigeordnete für Bauen, Planen und Straßenverkehr der Stadt Halle.

Der Geschäftsführer der Hafen Halle GmbH, Dirk Lindemann, betonte: „Mit der neuen Lok haben wir eigene Rangiermöglichkeiten, die eine Weiterentwicklung des Güterzugverkehrs ermöglichen. Wir streben die Erhöhung des Containerzugverkehrs von und nach Hamburg und Bremerhaven wöchentlich von drei- auf fünfmal an.“ Steigende Kraftstoffpreise und Lkw-Maut sorgten für weiteren Aufwind im Bahnverkehr.

Der Präsident des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS), Manfred Sprinzek, unterstrich: „Die jetzigen Benzinpreise machen besonders deutlich, dass die geplanten Transportverlagerungen der Unternehmen an der Saale von der Strasse auf das Binnenschiff nicht nur gut für die Umwelt sind, sondern auch immer wirtschaftlicher werden. Die von uns auf den Weg gebrachte Vollendung des Saaleausbaus wird damit für einen sinnvollen Transportmix immer dringender. Im übrigen erwarten wir von den bevorstehenden Bundestagswahlen eine deutliche Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für die Förderung der Binnenschifffahrt auf Elbe und Saale.“

Weitere Informationen unter: www.saaleverein.de

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Historie und Gegenwart - Bildimpressionen von Matthias Pusch

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