Umweltfreundlicher Schiffsverkehr auf Elbe und Saale sichert Arbeitsplätze

Dienstag, 13. Juni 2006, 12:30 Uhr

Umweltfreundlicher Schiffsverkehr auf Elbe und Saale sichert Arbeitsplätze

PM des VHdS e.V. Mitteldeutschland darf nicht vom Wasserwegenetz abgeschnitten werden!

Der Präsident des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V. Manfred Sprinzek begrüßte eine Richtigstellung des Bundesverkehrsministeriums zu den derzeitigen  Meldungen über einen Stopp des Elbausbaus. 

Das Bundesverkehrsministerium hat einen Bericht über einen Stopp des angeblichen Ausbaus der Mittel- und Oberelbe zurückgewiesen. „Die Unterhaltungsmaßnahmen gehen weiter“, sagte eine Ministeriumssprecherin  in Berlin. „Damit soll der Zustand vor dem Jahrhunderthochwasser 2002 wiederhergestellt werden.“ 

Für den vorgesehenen Ausbau der Unteren Saale mit dem Schleusenkanal Tornitz bedeutet die Fortsetzung der Unterhaltungsmaßnahmen an der Elbe, dass die Schifffahrt auf der Elbe gesichert wird.

Damit werden auf der Elbe Fahrrinnentiefen von 1,60 Meter zu 95 Prozent des Jahres und von  2,50 Meter in der Hälfte des Jahres  für die Binnenschifffahrt zur Verfügung stehen. 

Bei der Einordnung des „Schleusenkanals Tornitz ohne Wehr“ in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2003 wurde u.a. in einer Fußnote festgelegt, die Wirtschaftlichkeit dieser Lösung „ohne Elbausbau“ neu zu berechnen und die Hochwasserneutralität nachzuweisen.

Diese Auflagen zur Einordnung in den vordringlichen Bedarf wurden abgearbeitet. Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme auch ohne Elbausbau wurde in einem Gutachten von PLANCO Consulting Gesellschaft mbH (vorgestellt im Institut für Wirtschaftsforschung Halle am 17.03.2004) mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 2,34 bestätigt. Die Hochwasserneutralität wurde durch die Bundesanstalt für Wasserbau nachgewiesen.

Zur Zeit erfolgt die naturschutzfachliche Prüfung des Vorhabens. 

Im übrigen sind die Schifffahrtsbedingungen der an die Saale angrenzenden Elbe-Strecke 5 (Saalemündung bis Magdeburg - Rothensee) wesentlich besser als in der Unteren Saale. In der Regel können die Schiffe auf der Elbe noch fahren, während auf der Saale die Schifffahrt wegen zu geringer Tiefen bereits eingestellt werden muss. 

Ein Aus für den Saaleausbau, wie von Ernst-Paul Dörfler vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gewünscht und gefordert ist deshalb Unsinn.

Die nach über 12 Jahren gefundene wirtschaftliche, umweltverträgliche und hochwasserneutrale Lösung  – der „Schleusenkanal Tornitz ohne Wehr“ - wird den Logistikstandort Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland an das europäische Wasserstraßennetz anschließen.  Das Raumordnungsverfahren für das Vorhaben ist auf den Weg gebracht und wird nun auf fachlicher Ebene bearbeitet. 

Die derzeitigen Arbeiten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg auf der Elbe in Magdeburg sind Maßnahmen im Rahmen der Unterhaltung und sichern den Schiffsverkehr auf der Elbe in der Stadtstrecke Magdeburg. 

Sprinzek betonte abschließend: “Der umweltfreundliche, kostengünstige Schiffsverkehr auf Elbe und Saale sichert Arbeitsplätze und schafft eine Vielzahl neuer Stellen. Die Elbe-Saale-Region hat Zukunftspotenziale! Die Umweltbelange können zufriedenstellend gelöst werden. Mitteldeutschland darf nicht vom Wasserwegenetz abgeschnitten werden!

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