Umweltschützer protestieren gegen Elbeausbau

Donnerstag, 03. August 2006, 21:06 Uhr

Umweltschützer protestieren gegen Elbeausbau

MDR.DE | 03. August 2006 und mz-web.de

MDR.DE Umweltschützer protestieren gegen Elbeausbau                        

Umweltschützer haben in Aken eine Baustelle an der Elbe besetzt. Sie wollen damit gegen umstrittene Bauarbeiten protestieren. Das Aktionsbündnis Elbe-Saale teilte mit, da immer weniger Schiffe auf der Elbe fahren würden,

mache es keinen Sinn, den Fluss auszubauen. Dies sei auch eine Verschwendung von Steuergeldern. Der Elbeausbau wird von Bundes- und Landesregierung vorangetrieben, damit der Schiffsverkehr den Fluss problemloser nutzen kann.

mz-web.de Protest

Umweltschützer besetzen Flussbaustelle an der Elbe
Forderung: Minister Tiefensee soll laufende Bauprojekte umgehend stoppen 

 Aken/dpa. Aus Protest gegen den Ausbau der Elbe für die Schifffahrt haben etwa 50 Umweltschützer am Donnerstag eine Flussbaustelle bei Dessau zeitweise besetzt. Sie forderten Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf, laufende Bauprojekte umgehend zu stoppen. Diese seien schädlich für die Umwelt und brächten auch volkswirtschaftlich keinen Nutzen, weil sich die auf dem Fluss transportierten Gütermengen in den letzten zehn Jahren halbiert hätten. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

An der betroffenen Baustelle unweit des Fährhauses Aken werden derzeit Buhnen erneuert, die quer in den Elbe ragen und so für eine gleichmäßige Tiefe der Fahrrinne sorgen sollen. Pro Buhne werden 30 000 Euro ausgegeben und 500 Tonnen Schottersteine verbaut, berichtete das Elbe-Saale-Aktionsbündnis und berief sich dabei auf die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost in Magdeburg.

«Es macht keinen Sinn, tonnenweise Schottersteine in die Elbe zu kippen, wenn kaum noch Güterschiffe auf der Elbe fahren können, weil dem Fluss immer öfter die nötigen Wassermengen fehlen» sagte Jutta Röseler, Sprecherin des Aktionsbündnisses, dem diverse Verbände und Initiativen angehören. «Wenn die Wasserstraße Elbe jährlich 44 Millionen Euro Kosten verursacht, aber nur noch 1,5 Millionen Tonnen Güter im Jahr transportiert werden, ist das eine eklatante Verschwendung von Steuergeldern und ein Fall für den Bundesrechnungshof.»

 

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