Verkehrsminister K.-H. Daehre besucht SCHWENK Zement KG

Freitag, 10. Februar 2006, 14:10 Uhr

Verkehrsminister K.-H. Daehre besucht SCHWENK Zement KG

Pressemitteilung des VHdS e.V.

Werkleiter Müller: Bedeutene Transportpotentziale für die Saale


Am 9. Februar stattete der Minister für Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Karl-Heinz Daehre, dem Werk Bernburg der Schwenk Zement KG einen Besuch ab. Dabei präsentierte Daehre auch die neue Broschüre „Mobiler in die Zukunft – auf den Wasserwegen in Sachsen-Anhalt“ erstmals der Öffentlichkeit.

Daehre wollte sich vor Ort ein Bild vom modernisierten Werk machen und ein Gespräch mit Werkleiter Uwe Müller, dem Gesellschafter des Unternehmens, Eduard Schleicher und dem Geschäftsführer der SCHWENK-Gruppe, Gerhard Hirth führen. Dabei ging es unter anderem um Transportpotenziale, die Schwenk nach der Vollendung des Saaleausbaus auf den Wasserweg verlagern will. Schon jetzt nutzt das Zementwerk jede Möglichkeit, um Binnenschiffe für Transporte seiner Produkte in ganz Europa zu nutzen. Bei günstigen Pegelständen auf der Saale sind es rund 5.000 Tonnen pro Woche, die auf dem kostengünstigsten und umweltfreundlichsten Weg zu den Überseehäfen gebracht werden.

Der Güterumschlag wächst schon jetzt: „Wir haben im Jahr 2004 rund 107.000 Tonnen über den Mittellandkanal transportiert, im vergangenen Jahr waren es schon rund 118.000 Tonnen. Sobald die Verladung von unserem Anleger in Bernburg möglich ist, können wir die Transportleistung per Schiff auf bis zu 300.000 Tonnen jährlich steigern – ein Standortaspekt, der für uns existenziell notwendig ist“, so Schwenk-Werkleiter Uwe Müller. Er hat dabei nicht nur die Situation seines Unternehmens im Blick: „Die Qualität unserer Infrastruktur wird bei vielen Firmen der Region darüber entscheiden, ob sie langfristig konkurrenzfähig bleiben werden.“


Im Anschluss an Werksbesichtigung und Gespräche stellte Minister Daehre die Landesbroschüre „Mobiler in die Zukunft – auf den Wasserwegen in Sachsen-Anhalt“ erstmals der Öffentlichkeit vor. In der Publikation werden die Flüsse und deren Potenziale für Binnenschifffahrt, Erholung und Kultur vorgestellt.


Hintergrund: Auf der Saale könnten rund 2,1 Millionen Tonnen Güter jährlich transportiert werden. Das ergaben Befragungen unter den an der Saale angesiedelten Unternehmen. Diese Gütermenge entspricht rund 100.000 LKW-Ladungen, die nach Inbetriebnahme des neuen „Schleusenkanals Tornitz ohne Wehr“ nicht mehr über das Straßennetz der Region bewegt werden müssten.

Den wirtschaftlichen Aspekt des Projekts Saale-Seitenkanal belegt eine Studie des unabhängigen Essener Planco-Instituts von 2002. Sie bescheinigt der Stadt Halle im Jahr 2010 in Verbindung mit der Nutzbarkeit der Saale einen Zuwachs von rund 2.000 Arbeitsplätzen sowie Steuermehreinnahmen von mehr als acht Millionen Euro.

Auch mit Blick auf den Umweltschutz macht die Binnenschifffahrt über Saale und Elbe Sinn: Würden nur fünf Prozent der in Hamburg umgeschlagenen Container mit dem Binnenschiff abtransportiert (in Rotterdam sind es 30 Prozent), wären das rund eine halbe Million Container jährlich – und damit rund 200.000 vermiedene LKW-Fahrten. Die Elbe ist für den dreilagigen Containerverkehr bestens geeignet, die Saale könnte bald ein weiter Anschluss ins mitteldeutsche Hinterland sein.

Sicher ist: Vom Saale-Seitenkanal werden die Unternehmen und die Häfen an Elbe und Saale unmittelbar profitieren und in der Folge natürlich auch der Wirtschaftsraum Leipzig-Halle.

Weitere Informationen unter www.saaleverein.de

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